Dschungelcamp-Finale
Maren Gilzer ist die Königin der Langeweile-Staffel

In aller Freundschaft gewinnt Maren Gilzer die neunte Dschungelcamp-Staffel. Für manch waschechten Fan wird das wohl die härteste Dschungelprüfung aller Zeiten gewesen sein. Und auch RTL hatte weniger Spaß als sonst.
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Coolangatta/BerlinSie hat die ärgsten Widrigkeiten des Dschungels in Angriff genommen: Schafhoden, Schlangengrube und Walter Freiwald. Dafür haben die RTL-Zuschauer Maren Gilzer zur Dschungelkönigin 2015 gekrönt. „Ich danke euch“, schrie sie in den Himmel. „Ich habe viel gelernt über mich, über den Dschungel und über meine Grenzen“, erklärte sie später.

Einst Buchstabenfee beim „Glücksrad“, dann als Schwester Yvonne in der Arzt-Serie „In aller Freundschaft“ schwankte Maren in der neunten Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ zwischen Camp-Mutti und großem Mädchen mit Zöpfchen links, Zöpfchen rechts. Nachdem sie in der Nacht zum Sonntag den Thron bestiegen hatte, bedankte sie sich via Twitter bei ihren Fans und im Interview mit den Moderatoren für die harmonische Gruppe - die RTL nach Experteneinschätzung jedoch Zuschauer kostete. Direkt nach der Verkündung entschuldigte sich Gilzer denn auch beim Zweitplatzierten Jörn Schlönvoigt. Der 28-Jährige spielt in der Soap-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ den Philip Höfer. Dritte wurde Tanja Tischewitsch (25), die bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ dabei war.

Wie üblich mussten die drei Finalisten einzeln in Dschungelprüfungen Sterne erspielen, die in ein letztes Luxus-Dinner im Dschungel umgerechnet wurden. Maren harrte als Erste fünf Minuten in einer Wassergrube mit Schlangen aus. Am Ende befanden sich 40 der Tiere mit ihr in dem Loch, viele schlängelten der 54-Jährigen übers Gesicht.

Tanja musste als Zweite ran und angebliche australische Spezialitäten verspeisen, darunter eine lebende Wasserspinne, Buschschweinvagina sowie je ein Stück Kuhlippe und Kamelhöcker. An einer Portion Sülze mit Kakerlaken und Mehlwürmern scheiterte die 25-Jährige allerdings in der vorgegebenen Zeit - dieser Stern ging verloren.

Als letzter Mann im Camp wollte Jörn nach eigenem Bekunden den Frauen in nichts nachstehen. In eine Plastikkugel um seinem Kopf, die an einen Astronautenhelm erinnerte, wurden nach und nach Kakerlaken, Spinnen und anderes Getier gefüllt. Fünf Etappen hielt der 28-Jährige durch und erzielte so alle möglichen Sterne. Zur Belohnung für ihre Leistungen bekamen die drei etwa Pommes, Steak und Schokokuchen.

So friedvoll sich das Trio aus Gilzer, dem Zweitplatzierten Jörn Schlönvoigt (28, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) und Tanja Tischewitsch (25, „Deutschland sucht den Superstar““) auf Platz drei am letzten Tag im Pritschenlager gab, so unaufgeregt war im Grunde die ganze Staffel. Selbst den Moderatoren Sonja Zietlow (46) und Daniel Hartwich (36) blieb zwischenzeitlich kein anderer Lästerstoff übrig als das Schlafen und Rumliegen der Camper. Sicherlich schneidet der Sender das Treiben eines ganzen Tages für die abendliche Sendung zusammen. Aber wirkliche Kracher steckten nicht in dem Material.

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