Eurovision Song Contest: ARD-Verantwortlicher gegen Ausstieg

Eurovision Song Contest
ARD-Verantwortlicher gegen Ausstieg

Nach dem deutschen Debakel – Deutschland wurde vorletzter – beim Eurovision Song Contest ist ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber fürs Weitermachen. Allerdings wünscht er sich Reformen beim Vorentscheid.
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BerlinAuch nach der erneuten Pleite Deutschlands beim Eurovision Song Contest (ESC) will die ARD dem Musikwettbewerb treu bleiben. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber der „Bild“-Zeitung. Auf die Frage, ob Deutschland nach dem dritten ESC-Debakel in Folge aussteigen solle, sagte er: „Nein.“

Dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte Schreiber, das Ergebnis sei für Levina und das Team eine herbe Enttäuschung. Das Lied habe in Europa die Herzen der Menschen nicht erreicht. Schreiber plädiert dafür, den ESC-Vorentscheid zu reformieren. Details dazu nannte er nicht: „Wir informieren, wenn es ein Ergebnis gibt. Jetzt eine Antwort zu erwarten, ist unseriös.“

Sängerin Levina (26) war mit ihrem Song „Perfect Life“ am Wochenende Vorletzte geworden. In den beiden Jahren zuvor landete Deutschland jeweils sogar auf dem letzten Platz. Gewonnen hat in diesem Jahr Portugal. Schreiber wies in der „Bild“-Zeitung darauf hin, dass die Portugiesen schon 49 Mal am ESC teilgenommen und nun ein Mal gesiegt hätten. Er stellte die Frage in den Raum: „Waren ihre Ergebnisse vor 2017 Blamagen?“

Der ESC sei „die mit weitem Abstand erfolgreichste Fernsehshow des Jahres in einer Sendelänge von 20.15 Uhr bis ca. 1.40 Uhr“. Die Startgebühren für Deutschland hätten in diesem Jahr bei rund 380.000 Euro gelegen – „deutlich unter den durchschnittlichen Produktionskosten von Unterhaltungsshows im Hauptabend“, sagte Schreiber der „Bild“ weiter.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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