Filmfest in Cannes Spannung vor Palmen-Verleihung

Das berühmte Cannes-Festival geht heute Abend mit der Preisverleihung zu Ende. Favoriten auf die begehrte Goldene Palme gibt es einige. Erste Auszeichnungen in Nebenreihen gibt es aber schon jetzt.
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Feierte in Cannes Premiere mit „Macbetch“: die französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard. Quelle: AFP
Lady Macbeth

Feierte in Cannes Premiere mit „Macbetch“: die französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard.

(Foto: AFP)

CannesBeim 68. Internationalen Filmfestival Cannes sind die ersten Preise verliehen worden. In der wichtigsten Nebenreihe Un Certain Regard wurde am Samstagabend der isländische Beitrag „Hrútar“ als bester Film ausgezeichnet. Das Drama des Regisseurs Grímur Hákonarson erzählt von zwei entfremdeten Brüdern, die auf einer Farm auf dem Land zusammenarbeiten müssen. Vorsitzende der Jury war die Schauspielerin Isabella Rossellini.

Im Wettbewerb des Festivals sollten die Auszeichnungen dagegen erst am Sonntagabend vergeben werden. Dabei ist die Goldene Palme die begehrteste Auszeichnung. Sie wird für den besten Film verliehen. Weitere Preise gehen unter anderem an die besten Darsteller und die beste Regieleistung.

In diesem Jahr konkurrieren im Wettbewerb 19 Filme um die Goldene Palme. Die Preise werden von einer Jury um die US-Regisseure Ethan und Joel Coen verliehen. Das Filmfest gilt als eines der weltweit wichtigsten Festivals der Branche.

„Dem deutschen Film ergeht es wie dem FC Bayern“
Cate Blanchett und Rooney Mara
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Menschen, deren Leben plötzlich Kopf steht – das war beim Filmfest Cannes am Wochenende das beherrschende Thema. Während sich Matthew McConaughey in „The Sea of Trees“ am Fuji umbringen möchte, kämpfen Cate Blanchett (links) und Rooney Mara in „Carol“ um ihre Liebe.

Rooney Mara
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Und in Nanni Morettis „Mia madre“ muss eine Regisseurin, gespielt von Margherita Buy, ihren Filmdreh durchstehen, obwohl sie mit den Gedanken bei ihrer sterbenden Mutter ist.

Leona Lewis
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Außer Konkurrenz feierte außerdem die Dokumentation „Amy“ über den Aufstieg und Absturz der britischen Sängerin Amy Winehouse Premiere. Das wollte sich auch die britische Sängerin Leona Lewis nicht entgehen lassen.

Naomi Watts und Matthew McConaughey
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In „The Sea of Trees“ des US-Amerikaners Gus Van Sant reist McConaugheys Figur nach Japan, wo er sich nach dem Tod seiner Frau umbringen möchte. So intensiv der Oscarpreisträger das spielt, so kitschig mutete die Inszenierung an. Der Regisseur darf sich dieses Mal wohl kaum Hoffnungen auf einen größeren Preis machen.

Cate Blanchett, Todd Haynes und Ronney Mara
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Da dürfte Todd Haynes deutlich bessere Chancen haben. Sein Drama „Carol“ basiert auf einem Roman von Patricia Highsmith, die darin ein autobiografisches Erlebnis verarbeitete: Eine junge Verkäuferin trifft Anfang der 1950er Jahre eine etwas ältere Frau, beide verlieben sich in einander.

Rooney Mara
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Regisseur Haynes, der in „Dem Himmel so fern“ ebenfalls von einer verbotenen Liebe erzählte, inszeniert dies als ein wunderbar und detailgetreu ausgestattetes Drama. Er deutet viel an, lässt sich und den Charakteren Zeit für die Entwicklung. Dabei ist es vor allem Rooney Mara, die mit ihrer Darstellung der jungen Frau überzeugt.

Natalie Portman
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Schauspielerin Natalie Portman hat ihr Regiedebüt vorgestellt. „A Tale of Love and Darkness“ basiert auf den autobiografischen Erinnerungen des israelischen Schriftstellers Amoz Oz und wurde auf Hebräisch gedreht.

Favoriten auf die Hauptpreise gibt es in diesem Jahr einige. Da sind etwa das ungarische Regiedebüt „Son of Saul“ über das Leben im KZ Auschwitz, der melancholische Bilderrausch „Youth“ des Oscargewinners Paolo Sorrentino oder das gesellschaftskritische Flüchtlingsdrama „Dheepan“ des Franzosen Jacques Audiard. Deutsche Beiträge gab es in diesem Jahr im Wettbewerb keine, auch keine Koproduktionen.

Als letzter Wettbewerbsbeitrag feierte eine düstere Verfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ am Samstagabend Premiere. In der Titelrolle ist darin der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender als brutaler und nach Macht strebender Macbeth zu sehen. An seiner Seite verkörpert die französische Oscarpreisträgerin Marion Cotillard die Lady Macbeth, die ihren Mann auf dem Weg zum Thron immer weiter antreibt. Regie führte der bisher eher unbekannte Australier Justin Kurzel.

  • dpa
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