Filmfest in Cannes
Spannung vor Palmen-Verleihung

Das berühmte Cannes-Festival geht heute Abend mit der Preisverleihung zu Ende. Favoriten auf die begehrte Goldene Palme gibt es einige. Erste Auszeichnungen in Nebenreihen gibt es aber schon jetzt.
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CannesBeim 68. Internationalen Filmfestival Cannes sind die ersten Preise verliehen worden. In der wichtigsten Nebenreihe Un Certain Regard wurde am Samstagabend der isländische Beitrag „Hrútar“ als bester Film ausgezeichnet. Das Drama des Regisseurs Grímur Hákonarson erzählt von zwei entfremdeten Brüdern, die auf einer Farm auf dem Land zusammenarbeiten müssen. Vorsitzende der Jury war die Schauspielerin Isabella Rossellini.

Im Wettbewerb des Festivals sollten die Auszeichnungen dagegen erst am Sonntagabend vergeben werden. Dabei ist die Goldene Palme die begehrteste Auszeichnung. Sie wird für den besten Film verliehen. Weitere Preise gehen unter anderem an die besten Darsteller und die beste Regieleistung.

In diesem Jahr konkurrieren im Wettbewerb 19 Filme um die Goldene Palme. Die Preise werden von einer Jury um die US-Regisseure Ethan und Joel Coen verliehen. Das Filmfest gilt als eines der weltweit wichtigsten Festivals der Branche.

Favoriten auf die Hauptpreise gibt es in diesem Jahr einige. Da sind etwa das ungarische Regiedebüt „Son of Saul“ über das Leben im KZ Auschwitz, der melancholische Bilderrausch „Youth“ des Oscargewinners Paolo Sorrentino oder das gesellschaftskritische Flüchtlingsdrama „Dheepan“ des Franzosen Jacques Audiard. Deutsche Beiträge gab es in diesem Jahr im Wettbewerb keine, auch keine Koproduktionen.

Als letzter Wettbewerbsbeitrag feierte eine düstere Verfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ am Samstagabend Premiere. In der Titelrolle ist darin der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender als brutaler und nach Macht strebender Macbeth zu sehen. An seiner Seite verkörpert die französische Oscarpreisträgerin Marion Cotillard die Lady Macbeth, die ihren Mann auf dem Weg zum Thron immer weiter antreibt. Regie führte der bisher eher unbekannte Australier Justin Kurzel.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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