Filmfestival Cannes: Deutsche Regisseure im Rennen um die goldene Palme

Filmfestival Cannes
Deutsche Regisseure im Rennen um die goldene Palme

Mit Beiträgen von Fatih Akin, Michael Haneke und Valeska Grisebach liegen die deutschsprachigen Filme in Cannes gut im Rennen um die goldene Palme. Starke Konkurrenz kommt in diesem Jahr aus Frankreich und Amerika.
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ParisAuch dieses Jahr ist wieder ein deutscher Film im Rennen um die Goldene Palme. Der deutsche Regisseur Fatih Akin wird beim Filmfestival von Cannes seinen neuen Film „Aus dem Nichts“ vorstellen. Und mit „Happy End“ hat es der Österreicher Michael Haneke in den Wettkampf geschafft. Er kann sich damit zum dritten Mal Hoffnungen auf eine Goldene Palme machen. Konkurrenz bekommen sie von Sofia Coppola, François Ozon und Todd Haynes. Bislang rivalisieren 18 Filme um die Goldene Palme.

„Aus dem Nichts“ handelt von einem Zugbegleiter, der ein Attentat plant. In dem Drama spielt Diane Kruger mit, die mit diesem Film erstmals in Cannes zu sehen sei, wie der künstlerische Leiter des Festivals Thierry Frémaux sagte. Nach „Toni Erdmann“ von Maren Ade ist der Beitrag von Akin der zweite deutsche Film in Folge, der es nach mehrjähriger Abwesenheit deutscher Beiträge wieder in den Hauptwettbewerb geschafft hat. In die renommierte Nebenreihe „Un Certain Regard“ ist die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach mit „Western“ gekommen. Der Film handelt von deutschen Bauarbeitern in Bulgarien.

Mit „Happy End“ zeigt Haneke einen Beitrag, der in Nordfrankreich handelt und die Geschichte einer bürgerlichen Familie erzählt, die neben einem Flüchtlingslager lebt. In dem Film spielen Jean-Louis Trintignant und Isabelle Huppert mit. Der 75-Jährige wurde in Cannes bereits mit zwei Goldenen Palmen ausgezeichnet. Im Jahr 2012 für das Drama „Liebe“, in dem bereits Trintignant und Huppert mitspielten, und 2009 für „Das weiße Band“.

Starke Konkurrenz kommt dieses Jahr vor allem aus Frankreich und Amerika. Frankreich ist im Hauptwettbewerb mit Michel Hazanavicius, der 2012 in Hollywood für die Stummfilm-Hommage „The Artist“ mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wurde, vertreten. Er präsentiert „Le Redoutable“, einen Film über Jean-Luc Godard. Jacques Doillon konkurriert mit „Rodin“, in dem Vincent Lindon mitwirkt, der 2015 in Cannes die Palme als bester Schauspieler für „Der Wert des Menschen“ gewann. Und François Ozon stellt „L'Amant Double“ vor, der von einer depressiven Frau handelt, die sich in ihre Psychiater verliebt.

Mit „The Beguiled“ kann sich Sofia Coppola Hoffnungen auf die begehrte Trophäe machen. Der Film ist eine Art Remake von „Betrogen“ aus dem Jahr 1971. Für das Thriller-Drama konnte die 45-Jährige Colin Farrell, Nicole Kidman und Kirsten Dunst gewinnen. Der Film erzählt die Geschichte eines Nordstaatensoldaten während des Amerikanischen Bürgerkriegs, der in einem Mädchenpensionat Zuflucht findet. Der US-amerikanische Regisseur und Schauspieler Todd Haynes präsentiert „Wonderstruck“, ein Drama über zwei taubstumme Kinder, in dem Michelle Williams und Julianne Moore mitspielen.

Das Festival, das vom 17. bis 28. Mai dauert, feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag. Stars wie Isabelle Huppert, Diane Kruger, Marion Cotillard, Colin Farrell, Nicole Kidman und Kirsten Dunst versprechen viel Glamour-Potential. Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar ist diesjähriger Jury-Präsident.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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