Filmranking

„Inferno“ nur Zweiter in den US-Kinocharts

Mit „Sakrileg“ und „Illuminati“ haben Regisseur Ron Howard und Schauspieler Tom Hanks bereits gewaltige Kassenerfolge gefeiert. Mit „Inferno“ feil der dritte Teil der Romanverfilmung zumindest am Startwochenende durch.
Zum dritten Mal ist Tom Hanks als Harvard-Professor Robert Langdon im Kino zu sehen. Quelle: Reuters
Hollywood-Star Tom Hanks

Zum dritten Mal ist Tom Hanks als Harvard-Professor Robert Langdon im Kino zu sehen.

(Foto: Reuters)

New YorkKurz vor Halloween hatte Ron Howards und Tom Hanks' Neueinsteiger „Inferno“ keine Chance. Der Spitzenplatz der nordamerikanischen Kinocharts vom Wochenende ging an die Horror-Komödie „Boo! A Madea Halloween“, berichtet der US-Branchendienst „Box Office Mojo“.

Das jüngste Sequel der Dan-Brown-Bestsellerverfilmungen, startete in mehr als 3500 Kinos in den USA und Kanada, musste sich aber mit mageren Einnahmen von 15 Millionen US-Dollar (13,6 Millionen Euro) zufrieden geben. Dagegen brachte es Perrys „Boo!“ in seiner zweiten Woche und weit weniger Filmtheatern auf 16,7 Millionen Dollar. Einen deutschen Starttermin für den Horrorklamauk gibt es noch nicht.

Der „Hollywood Reporter“ zählte gleich mehrere Gründe für Howards und Hanks' Schlappe mit „Inferno“ auf, darunter den amerikanischen Wahlkampf und den wachsenden Verdruss des US-Publikums mit Sequels.

Geldmaschine Marvel
Platz 10: The Amazing Spider-Man
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Der im Jahr 2012 erschienene Film landete im Gesamtvergleich der erfolgreichsten Filme der Welt auf Platz 70. Betrachtet man nur die Filme, die auf Marvel-Vorlagen basieren, kommt „The Amazing Spider-Man“ mit einem Einspielergebnis von 757,9 Millionen US-Dollar auf Platz 10. Die Produktionskosten betrugen 230 Millionen Dollar. Es ist ein Re-Boot der Spider-Man-Reihe, deren Geschichte nach der Trilogie zuvor noch einmal als Reihe erzählt werden sollte. Weiter als bis zum zweiten Teil kamen die Macher aber nicht. Den Grund? Gibt es später. Erst einmal zu beachten ist: Die Verfilmung gehört nicht einmal zum sogenannten „Marvel Cinematic Universe“, wie etwa die Avengers. Der Unterschied?

Platz 9: Guardians of the Galaxy
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Vor allem die Verwertungsrechte. So kaufte etwa Sony Pictures einst von Marvel die Filmlizenzen für Spider-Man. Die hauseigenen Marvel Studios traten darauf zwar als Mitproduzenten auf, die kreative Kontrolle lag jedoch auf Seiten der anderen Studios. Obwohl die Superhelden sich in den Comics vielfach über den Weg laufen (sogenannte Crossover), gab es auf der Leinwand lange Zeit keine Begegnung. Einzig Spiderman durfte zuletzt zu den verlagseigenen Marvel-Studios zurückkehren und bekam unter anderen einen Auftritt im Captain-America-Film „Civil War“. Damit ist die Spinne jetzt im offiziellen Handlungsstrang des Marvel-Universums angekommen. So beziehen sich seit „Iron Man“ bis hin zu „Doctor Strange“ alle Filme aufeinander. Das gilt auch für die völlig abgedrehte Science-Fiction-Komödie „Guardians of the Galaxy“. Mit einem Einspielergebnis von 773,3 Millionen US-Dollar landet der 2014 erschienene Überraschungshit auf Platz neun der erfolgreichsten Marvel-Filme, und auf Platz 66 der erfolgreichsten Filme weltweit.

Platz 8: Deadpool
3 von 10

Die Guardians werden wohl auch ihren Auftritt im gemeinsamen Finale des Marvel-Universums, den „Infinity Wars“ bekommen. Nicht dabei: „Deadpool“. Der erst Anfang 2016 erschienene Film mit Titelheld Ryan Reynolds (r.) gilt als der insgesamt achte Teil der „X-Men“-Reihe, einschließlich allen „Wolverine“-Spinoffs. Mit einem Einspielergebnis von 780,6 Millionen US-Dollar steht er auf Platz 64 der erfolgreichsten Filme weltweit, und auf dem achten Platz der Marvel-Filme. Sein Erfolgsgeheimnis: Viel Gewalt, viel Fluchen. Das brachte dem Streifen in den USA das gefürchtete „R-Rating“ ein – nur für Erwachsene. Das gilt auch als Hauptgrund dafür, dass Marvel den „Söldner mit der großen Klappe“ nicht in das familienfreundliche Cinematic Universe integriert.

Platz 7: Spider-Man 2
4 von 10

Ebenfalls nicht im „Literaturkanon“: Der (damalige) zweite Teil der „Spider-Man“-Reihe. Der Film spielte über 783 Millionen US-Dollar ein und ist somit der siebterfolgreichste Film der Marvel-Studios. Im internationalen Vergleich landet der Film mit Schauspieler Tobey Maguire (r.) auf Platz 63. Die Produktionskosten beliefen sich damals auf 200 Millionen US-Dollar. Die Spider-Man-Trilogie unter Regisseur Sam Raimi gilt als Initialzündung für den Boom von Comic-Verfilmung an den Kinokassen. Zumindest, was Marvel angeht. Konkurrent DC Comics hatte mit Superman und Batman schon Jahre vorher echte Kinohits gelandet.

Platz 6: Spider-Man
5 von 10

Der erste „Spider-Man“-Film erschien im Jahr 2002 und spielte 821,7 Millionen US-Dollar ein – das reicht für Platz sechs im Marvel-Ranking und Platz 55 im internationalen Vergleich. Der Film hält sich in vielen Details an die Comic-Vorlage. Das wiederum bedeutet heutzutage nicht mehr allzu viel, denn auch die Comics erlebten bereits Neustarts. Die Geschichten werden schlichtweg anders erzählt. Fans scheint das nicht wirklich zu verwirren.

Platz 5: Spider-Man 3
6 von 10

Wie es der Zufall so viel, ist der von Kritikern und Fans völlig vernichtete dritte Teil der Raimi-Reihe der erfolgreichste. Mit 890,9 Millionen US-Dollar spielte er das größte Ergebnis der Trilogie ein und landet auf der Rangliste der erfolgreichsten Filme weltweit auf Platz 42. Der wirtschaftliche Erfolg genügte jedoch nicht, um eine Fortsetzung zu provozieren. Es gab eine neue Besetzung, einen neuen Regisseur und eine ganz andere Machart der Filme.

Platz 4: The First Avenger: Civil War
7 von 10

Platz vier führt zurück in die aufeinander aufbauende Welt des Marvel Cinematic Universe. Der jüngste Film der „First Avenger“-Reihe erschien Anfang 2016 und erspielte 1,1 Milliarden US-Dollar, die Produktionskosten lagen bei 250 Millionen US-Dollar. Damit verpasst der Film knapp die Top Ten der erfolgreichsten Filme weltweit, dort landet er auf Platz 12. In der Marvel-Rangliste verpasst der Streifen knapp das Treppchen. Der düstere Film spinnt die Geschichte von Captain America und den Avengers weiter. Und führt so viele Marvel-Charaktere zusammen, wie noch nie zuvor.

„Sakrileg“, der erste Film um den Da Vinci Code, war 2006 in Nordamerika mit 77 Millionen Dollar angelaufen. Auch „Illuminati“, Teil zwei der Serie, schaffte 2009 noch ein Startergebnis von 46 Millionen Dollar. Allerdings waren beide Filme für je 150 Millionen produziert Dollar worden, während das Schlusslicht der Trilogie nicht mehr als 75 Millionen Dollar kosten durfte.

Bei den meisten US-Kritikern fiel „Inferno“ durch. Es sei eine „sinnlose und frenetische Jagd“ quer durch Europa, hieß es beispielsweise. Harvard-Professor Robert Langdon (Tom Hanks), ein Fachmann für religiöse und historische Symbole, hat sein Gedächtnis verloren. Eine italienische Ärztin (Felicity Jones) versucht, seine Erinnerungen zurückzuholen. Zusammen verfolgen sie einen Mann (Ben Foster), der mit einem verhängnisvollen Virus die Hälfte der Menschheit umzubringen droht.

Der Actionfilm „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ mit Tom Cruise rutschte auf Platz drei der nordamerikanischen Charts, gefolgt von dem Thriller „The Accountant“ mit Ben Affleck in der Rolle eines kriminellen Buchhalters. Der Horrorstreifen „Ouija - Ursprung des Bösen“ um ein Brettspiel als Tor zur Geisterwelt beschließt die Top Five.

  • dpa
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