Homer Simpsons Stimme

Synchronsprecher Norbert Gastell gestorben

Als Schauspieler stand er für den „Tatort“ vor der Kamera, doch erinnern wird man sich vor allem an seine Stimme: Norbert Gastell, deutscher Synchronsprecher der Zeichentrick-Figur Homer Simpson, ist gestorben.
Update: 28.11.2015 - 14:46 Uhr
Auch in den „Harry Potter“-Filmen lieh Gastell der Figur Cornelius Fudge seine Stimme. Quelle: dpa
Schauspieler und Sprecher

Auch in den „Harry Potter“-Filmen lieh Gastell der Figur Cornelius Fudge seine Stimme.

(Foto: dpa)

MünchenEr war die deutsche Stimme von Homer Simpson. Nun ist der Schauspieler und Synchronsprecher Norbert Gastell tot. Er starb am Donnerstag Zuhause im Münchner Stadtteil Ramersdorf, wie seine Witwe der Deutschen Presse-Agentur am Samstag bestätigte. Gastell wurde 86 Jahre alt. Zuerst hatte der Sender münchen.tv darüber berichtet.

Gastell hatte seine Stimme zahlreichen Figuren aus Film und Fernsehen geliehen, darunter dem Zauberei-Minister Cornelius Fudge (gespielt von Robert Hardy) in den „Harry Potter“-Verfilmungen sowie dem Nachbarn Trevor aus der Serie „Alf“. Gastells bekannteste Sprechrolle war aber wohl die des Homer aus der Zeichentrickserie „Die Simpsons“: Seit 1991 synchronisierte er den launischen Familienvater und ließ ihn jammern, wutentbrannt herumbrüllen, jubeln und mit zusammengekniffenen Augen „Nein!“ stöhnen.

Von Preisen, Platzhirschen und einem Kuss-Überfall
66th Annual Primetime Emmy Awards - Governors Ball
1 von 13

Der große Gewinner der Emmy-Verleihung heißt „Breaking Bad“ – wieder einmal. Das Team um Bryan Cranston (rechts) gewann gleich sechs der goldenen Statuen, fünf davon in wichtigen Kategorien. Cranston spielt in der Kultserie einen krebskranken Chemielehrer, der zum Drogenhersteller wird, und erhielt einen Emmy als bester Hauptdarsteller.

66th Annual Primetime Emmy Awards - Governors Ball
2 von 13

Aaron Paul (links) als Nebendarsteller und Anna Gunn als beste Nebendarstellerin räumten ebenfalls Preise für die Kultserie ab. Das Drehbuch und die Kameraführung wurden ebenfalls ausgezeichnet. Zudem ging auch der wichtigste Emmy – der für die beste Dramaserie – zum zweiten Mal in Folge an „Breaking Bad“, das insgesamt 16 mal nominiert war. Doch der Triumph hat einen bitteren Beigeschmack...

66th Annual Primetime Emmy Awards - Press Room
3 von 13

Denn die letzte Staffel „Breaking Bad“ lief bereits im vergangenen Jahr – und konnte sich lediglich durch einen Trick erneut qualifizieren: Die Macher teilten sie in zwei Hälften auf. Die Reaktionen im Netz fielen entsprechend negativ aus...

reaktionen
4 von 13

Der Preisregen wirkte für viele Zuschauer übertrieben, denn eigentlich feierte „Breaking Bad“ ja schon im Vorjahr – mit quasi genau der gleichen Staffel – Abschied. Mit seiner Auszeichnung in diesem heimste Cranston übrigens nicht nur seinen vierten Emmy ein, er vermasselte seinem Schauspielkollegen Matthew McConaughey auch die Chance, Filmgeschichte zu schreiben...

Matthew McConaughey, Camila Alves
5 von 13

McConaughey (vorne rechts) verpasste durch die Verleihung an Cranston einen Rekord: Er hätte der erste Schauspieler sein können, der in einem Jahr Oscar („Dallas Buyers Club“) und Emmy („True Detective“) als bester Hauptdarsteller gewinnt. Dem Schauspieler selbst schien das allerdings nicht so sehr zu ärgern...

Woody Harrelson, Matthew McConaughey
6 von 13

Denn auch er hatte – trotz dem vermasselten Rekord – Grund zur Freude: Direkt hinter „Breaking Bad“ kam „True Detective“. Die erste Staffel wurde gleich mit fünf Emmys gewürdigt. Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen zwei Ermittler im Sumpf des Verbrechens.

cranston kuss
7 von 13

Gerechtigkeit hin oder her – den „Breaking Bad“-Darstellern dürften die Reaktionen im Netz herzlich egal sein. Immerhin gab es genug Grund zu feiern. Bei der Preisverleihung dankte Cranston seiner Filmfrau Anna Gunn „für all die wunderbaren Szenen, vor allem die im Bett“. Einen Kuss bekam aber nur Schauspielkollegin Julia Louis-Dreyfus. Sie wurde auf ihrem Weg auf die Bühne von Cranston regelrecht überfallen.

Doch Gastell, der 1929 in Buenos Aires geboren wurde, arbeitete auch als Schauspieler. So stand er unter anderem für den „Tatort“ und die Fernsehserie „Forsthaus Falkenau“ vor der Kamera. Die Theaterarbeit war ihm ebenfalls nicht fremd: Nach seinem ersten Bühnenengagement in Tübingen spielte er an verschiedenen Münchner Häusern. In der bayerischen Landeshauptstadt lebte Norbert Gastell bis zu seinem Tod. Er hinterlässt seine Ehefrau Karin und zwei Töchter.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%