Kinostarts der Woche
Siebenfach in einer düsterer Zukunftswelt

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Siebenlinge sind unter der Ein-Kind-Doktrin ein Verbrechen

Dazu passt die markante Schwedin Noomi Rapace („Millennium“-Trilogie, „Prometheus - Dunkle Zeichen“) in der Hauptrolle. Wobei das ihren Job nur halb beschreibt. Rapace übernimmt gleich sieben Rollen, nämlich die aller sieben Schwestern der Settman-Familie.

Denn: So simpel die Grundidee von „What Happened To Monday?“ zunächst sein mag, so kompliziert wird sie weitergesponnen. Da Dürren die Menschheit plagen, werden Pflanzen genmanipuliert, erklärt der Film. Das führe zu mehr Mehrlingsgeburten - so wie die der Siebenlinge Settman.

Siebenlinge sind unter der herrschenden Ein-Kind-Doktrin natürlich eine Art Verbrechen. Aber der Großvater, gespielt von Willem Dafoe, bringt die Schwestern rechtzeitig vor den staatlichen Häschern in Sicherheit. Um nicht aufzufliegen, müssen sie sich fortan alle ein einziges Leben teilen.

Benannt werden sie nach den englischen Wochentagen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday. An jedem Tag der Woche darf nur eine das Haus verlassen und in die gemeinsame Identität Karen Settman schlüpfen. Das Modell scheitert erst, als eine von ihnen eines Tages nicht zurückkehrt.

Dass Mehrfachrollen nicht immer für Qualität stehen, weiß die Kino-Geschichte spätestens nach der fragwürdigen Komödie „Norbit“ mit Eddie Murphy. Rapace macht ihre Sache allerdings gut, auch wenn die Siebenlinge geradezu brachial mit unterschiedlichen Charakterzügen und Klamotten ausgestattet werden, um sie unterscheiden zu können: Tuesday ist die Kifferin, Friday der Nerd, Saturday das Party-Girl.

Der Film hebt sich dennoch angenehm ab vom üblichen Action-Kino - nicht nur, weil der Plot eine interessante Wendung nimmt. Als Gegenspielerin der Settmans hat man eine Idealbesetzung gefunden: Glenn Close. Dass die es mit nahezu identisch aussehenden Protagonisten aufnehmen kann, ist bekannt - sie war schon die Pelzliebhaberin Cruella De Vil in „101 Dalmatiner“.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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