Kinostarts

„Hier hört die Welt auf!“

In „Ostfriesisch für Anfänger“ mischt der Didi Hallervorden ein kleines Dorf auf. Seit 30 Jahren sitzt ein deutscher Diplomatensohn in den USA im Gefängnis. Ein neuer Dokumentarfilm nährt Zweifel an seiner Schuld.

Ostfriesische Eigenarten und die Flucht vor der amerikanischen Justiz

Ostfriesische Eigenarten und die Flucht vor der amerikanischen Justiz

Hamburg/Berlin„Hier hört die Welt auf!“, stellt Vroni von der Ausländerbehörde entgeistert fest, als sie mit ihrem Kleinbus voller ausländischer Fachkräfte durch die flache Landschaft juckelt: Überall nur Windkrafträder und Schafe auf dem Deich. „Das ist also Ostfriesland!“

Als die kleine Truppe vor dem verfallenden Hof hält, trauen sie ihren Augen kaum. Hier sollen sie also zwei Monate Deutsch lernen, um in Deutschland arbeiten zu dürfen? Dem Bürgermeister von Niederhörn, dessen Dorf pleite ist und der sich mit dem lukrativen Auftrag sanieren möchte, scheint es jedenfalls ernst zu sein: „Welcome. Moin, hier in Ostfriesland“, begrüßt er die Gäste. „Das Meer ist ganz nah - wenn nicht gerade Ebbe ist!“

Doch der Bürgermeister hat in „Ostfriesisch für Anfänger“ die Rechnung ohne Uwe Hinrichs, Schiffsbauer in Ruhestand, gemacht. Der einsame Eigenbrötler, der konsequent platt spricht und sich als den letzten „echten Ostfriesen“ bezeichnet, denkt nämlich nicht im Traum daran, sein gepfändetes Haus, wo er einst so viele glückliche Stunden mit seiner Elfriede verbracht hat, kampflos aufzugeben. Der Start für eine turbulente Integrationskomödie mit Tiefgang. Denn Uwe Hinrichs (Dieter Hallervorden) muss zur Strafe die „Utländer“ unterrichten - mit ungeahnten Folgen für beide Seiten.

Die besten Filme gegen Liebeskummer
Titanic
1 von 13

Schippern gemeinsam dem Untergang entgegen: Jack Dawson, gespielt von Leonardo DiCaprio und Rose DeWitt Bukater, gespielt von Kate Winslet. Das Drama „Titanic“ lockte mehr als 16 Millionen Zuschauer ins Kino. Drei Stunden Taschentucheinsatz ohne Happy End – wer sich im Herzschmerz suhlen will, ist willkommen.

Quelle: „freundin“

Wie ein einziger Tag
2 von 13

Mit dem Klassiker kann es an großen Gefühlen und Schmalz nur „Wie ein einziger Tag“ nach dem Roman von Nicholas Sparks aufnehmen. In den Hauptrollen: Rachel McAdams als Allie und Ryan Gosling als Noah.

Blue Valentine
3 von 13

Ein weiterer Gosling: Auch „Blue Valentine“ verzichtet auf ein Happy End und zeigt, wie Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams) gekonnt ihre Ehe vor die Wand fahren.

Drive
4 von 13

Wer sich zwar gern Ryan Gosling anschaut, Herzschmerz aber eher dezent genießt, kann sich mit dem US-Thriller „Drive“ gut ablenken. Das Meisterwerk des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn setzt auf Action mit schonungsloser Härte, in deren Zuge schon mal in der Stripperumkleide mit dem Hammer gefoltert wird. Und erzählt zugleich eine stille Liebesgeschichte von ungemeiner Zartheit.

(500) Days of Summer
5 von 13

Im Independent-Liebesfilm „(500) Days of Summer“ leidet Tom, gespielt von Joseph Gordon-Levitt, 210 Tage lang unter der Trennung von Summer (Zoey Deschanel). Für alle, die nicht die einzige Heulboje sein wollen.

Soloalbum
6 von 13

Matthias Schweighöfer und Nora Tschirner zu Beginn ihrer Karrieren: Die deutsche Liebeskomödie „Soloalbum“ von 2003 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Benjamin Stuckrad-Barre. Ben (Schweighöfer) kommt nicht mit der Trennung von Katharina (Tschirner) klar und gerät in einige Fettnäpfchen, bevor die beiden ihr Happy End bekommen.

Sex and the City
7 von 13

Sarah Jessica Parker: Bei all den Tränen mal kurz auf den Boden der Tatsachen zurückfinden – das muss auch in den schlimmsten Phasen des Liebeskummer auch sein. „Sex and the City“ hilft dabei wunderbar.

Dem Hamburger Regisseur Gregory Kirchhoff und Drehbuchautor Sönke Andresen ist mit „Ostfriesisch für Anfänger“ eine humorvolle und zugleich berührende Geschichte über das schwierige Thema Integration gelungen.

Der Film, im November 2015 in der Nähe von Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gedreht, nimmt die Sorgen und Nöte der Einheimischen („Hier gibt es keine Arbeit“) ebenso ernst wie die Beweggründe der Ausländer, nach Deutschland zu kommen. Und räumt nebenbei mit Vorurteilen auf: So kann Abdullelah aus dem Libanon nicht nur schneller Krabben pulen als Uwe, sondern ist auch Schiffsingenieur und baut ihm sein Buddelschiff zu Ende, mit dem er sogar noch einen Preis gewinnt.

Erneute Paraderolle für Hallervorden
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