Krimi am Sonntag
Kölner „Tatort“ packt Thema Flüchtlinge an

Flüchtlinge, eine Bürgerwehr und überall ein Angstgefühl: Der nächste „Tatort“ aus Köln wagt sich an ein brisantes Thema heran. Und hält ein Schmankerl bereit: Film-Komponist Klaus Doldinger spielt einen Straßenmusiker.
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KölnEin Mann mit Kapuze überfällt eine Zoohandlung. Jemand wirft eine Steckdosenleiste in ein Aquarium, das Licht flackert, ehe es erlischt. Durch die zuckenden Blitze irren schemenhaft Gestalten - eine von ihnen fällt zu Boden, als ein Schuss ertönt.

Der Sohn des Geschäftsinhabers ist tot. Der Kapuzenmann rennt weg. War es „einer von diesen Nordafrikanern“? Für eine Reihe „rechtschaffener Bürger“ ist das klar. Der Kölner „Tatort“ an diesem Sonntag (20.15 Uhr) packt ein hochaktuelles, brisantes Thema an.

Die „Wacht am Rhein“ - so der Titel der Folge - nennt sich im „Tatort“ eine Bürgerwehr, die sich in einem Kölner Viertel gegründet hat, nachdem dort die Zahl der Einbrüche sprunghaft gestiegen ist. Der dubiose Anführer dieser Truppe, Dieter Gottschalk - überzeugend gespielt von Sylvester Groth - nutzt die Situation für seine Interessen und will die Nachbarschaft bei einer Mahnwache für das Mordopfer aufwiegeln.

Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) schon bald auf den jungen Marokkaner Khalid Hamidi (Samy Abdel Fattah). Der hatte vor einiger Zeit die Schwester des Toten belästigt und provoziert auch ansonsten durch sein aggressives Auftreten ständig Ärger.

Währenddessen ist Khalids Landsmann, der Student Baz Barek (Omar El-Saeidi) wie vom Erdboden verschwunden - er trug in der Tatnacht die gleiche Kapuzenjacke wie der mutmaßliche Täter. Und welches Spiel spielt Adil Faras (Asad Schwarz), der seit vielen Jahren in Köln lebt und als Mitglied der Bürgerwehr Augenzeuge des Überfalls auf die Zoohandlung wird.

Die „Wacht am Rhein“ birgt also jede Menge Zündstoff und spiegelt die derzeitige gesellschaftliche Gemengelage recht gut wider.

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