M‘Barek verlängert mit Constantin
Eine Lola ist noch nicht genug

Gerade erst mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, schon verkündet Elyas M‘Barek weitere große Pläne: Das Münchner Filmunternehmen Constantin verpflichtet den Schauspieler für drei weitere Filme.

DüsseldorfWer den Namen Elyas M‘Barek googelt, erhält als erste Stichwortergänzung „Freundin“. Das Privatleben des Schauspielers, der vor 34 Jahren in Österreich geboren wurde und heute in München lebt, scheint die Fans vorrangig zu beschäftigen. Wenn M‘Barek in Komödien wie „Türkisch für Anfänger“ oder „Fack ju Göhte“ von Regisseur Bora Dagtekin spielt, dann begeistert er junge Zuschauer ebenso wie ältere Semester. Eine ideale Besetzung für generationsübergreifende Filme.

Auch weiterhin wird M‘Barek auf vielen Kinoplakaten lächeln: Das Filmunternehmen Constantin Film, mit dem er bereits zusammenarbeitet, hat mit dem Schauspieler einen Rahmenvertrag abgeschlossen, wonach es mindestens drei weitere Filme geben soll. Bis 2017 wird M‘Barek sowohl für die Stoffsuche als auch für die Entwicklung weiterer Spielfilme verpflichtet. Für Constantin Film hat sich die bisherige Zusammenarbeit mit dem Darsteller ausgezahlt: Der zweite Teil von „Fack ju Göhte“ zog 7,7 Millionen Zuschauer vor die Leinwand. Am Freitagabend nahm M‘Barek dafür in Berlin die goldene „Lola“ entgegen – die Auszeichnung bei der Verleihung des 66. Deutschen Filmpreises für den besucherstärksten Film des vergangenen Jahres.

„Der Regisseur kann heute nicht hier sein, er macht sein Abi nach“, sagte M‘Barek. Seine Dankesrede schloss er mit ernsteren Worten: Wer wählen gehe, solle bedenken, dass „Fack ju Göhte“ ohne Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht möglich gewesen wäre.

Es sind politische Statements wie dieses, die den Schauspieler auszeichnen. M‘Barek gehört zu jener Generation Künstler, die nicht warten, bis ein Reporter die richtigen Fragen nach Beziehungsstatus oder Filmprojekten stellt, sondern selbst ihre Meinung in sozialen Netzwerken wie Twitter kundtun. So twitterte er beispielsweise Ende April: „Hab nen österreichischen Pass zu verschenken. Will den nicht mehr.“

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