Jordan Horowitz, Warren Beatty, Jimmy Kimmel

Bei der Oscarverleihung im vergangenen Jahr wurde erst fälschlicherweise „La La Land“ statt „Moonlight“ zum besten Film erklärt.

(Foto: AP)

Nach Panne im vergangenen Jahr Neue Regeln bei der Übergabe der Oscar-Briefumschläge

Bei den Oscars 2017 wurde versehentlich erst „La La Land“ als bester Film des Jahres ausgerufen, dabei galt die Auszeichnung eigentlich dem Streifen „Moonlight“. Ein solcher Bock soll diesmal peinlichst vermieden werden.
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Mit einer Reihe von neuen Regeln wollen die Oscar-Macher und ihre Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers einen Umschlags-Fauxpas wie im vergangenen Jahr vermeiden. PwC-US-Chef Tim Ryan sagte der Nachrichtenagentur AP, dass es unter anderem zusätzliches Personal, weitere Kontrollen sowie Übungen für den Krisenfall geben werde, wenn ein Laudator den falschen Namen vorlese.

Bei der Vergabe des Preises in der Hauptkategorie „Bester Film“ hatten die Laudatoren vergangenes Jahr versehentlich einen falschen Umschlag bekommen und fälschlicherweise „La La Land“ statt „Moonlight“ zum Sieger erklärt. Kurz bevor er das falsche Kuvert übergab, hatte ein Mitarbeiter von PwC mit seinem Smartphone ein Foto von Schauspielerin Emma Stone auf Twitter gestellt. PwC hatte die Verantwortung für den Lapsus übernommen.

Ryan sagte der AP, dass der Fehler bei der Übergabe des Umschlags passiert sei. Dies habe all die gute Arbeit zunichtegemacht, die zuvor und auch in den vorherigen Jahrzehnten der Zusammenarbeit geleistet worden sei.

Sechs Änderungen sollen einen Vorfall wie diesen nun in Zukunft vermeiden. Während das Abstimmungsprozedere und die Auswertung der Stimmen unverändert bleiben, fokussieren sich die Reformen auf die Umschlagsrituale. Es soll folgende Neuerungen geben:

  • Ryan persönlich wird diesmal am Prozedere beteiligt sein.
  • Es wird einen dritten Abstimmungspartner geben, der im Kontrollraum der Show mit den Oscar-Produzenten zusammensitzen wird. Wie die anderen beiden PwC-Partner, die an den beiden Enden der Bühne im Dolby Theatre in Los Angeles sitzen, wird auch der dritte einen vollständigen Satz der Umschläge mit den Gewinnern bei sich tragen. Dies sei eine Art Sicherheitskontrolle, sagte Ryan.
  • Die beiden PwC-Partner, die vergangenes Jahr bei der Oscar-Gala dabei waren, werden ersetzt.
  • Die offizielle Prozedur bei der Übergabe der Umschläge wird geändert. Sowohl der Laudator als auch der Bühnenmanager werden bestätigen, dass ihnen das korrekte Kuvert für die Kategorie gegeben worden ist, die gerade ansteht.
  • Alle drei Abstimmungspartner werden bei den Generalproben dabei sein und üben, was sie tun müssen, wenn etwas schiefläuft.
  • Die letzte Neuerung ist eine, die die Academy schon unmittelbar nach dem Fehler des Vorjahres eingeführt hat: PwC-Partnern ist es untersagt, ihre Smartphones oder soziale Netzwerke während der Show zu benutzen. Ryan drückt es so aus: „Unser singulärer Fokus wird auf der Show liegen und darauf, die korrekten Umschläge abzuliefern.“

Die Nominierungen für die 90. Verleihung der Academy Awards werden am Dienstag bekanntgegeben. Die Oscar-Gala findet dann am 4. März statt. PwC ist seit 83 Jahren für die Zählung der Oscar-Stimmen und für die Ermittlung der Gewinner zuständig.

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