Neuauflage von Winnetou May, hast Du dich verändert

Alte Filme guckt man gerne zu Weihnachten. Nun aber kommt ein TV-Dreiteiler, der eine fast schon legendäre Filmtrilogie neu erzählen will: „Winnetou“ – mit Wotan Wilke Möhring in einer der Hauptrollen.
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Die Schauspieler (von links nach rechts) Milan Peschel, Nik Xhelilaj, Iazua Larios und Wotan Wilke Möhring beim Fotocall  zu „Winnetou –  Eine neue Welt“: Der Fernsehsender RTL bringt die Geschichten um den Apachenhäuptling Weihnachten als Dreiteiler ins Fernsehen zurück. Quelle: dpa
Fotocall "Winnetou - Eine neue Welt"

Die Schauspieler (von links nach rechts) Milan Peschel, Nik Xhelilaj, Iazua Larios und Wotan Wilke Möhring beim Fotocall zu „Winnetou – Eine neue Welt“: Der Fernsehsender RTL bringt die Geschichten um den Apachenhäuptling Weihnachten als Dreiteiler ins Fernsehen zurück.

(Foto: dpa)

Berlin„Guten Tag. Mein Name ist Karl May.“ Ein höflicher Mann ist er, der von Sachsen ins Amerika der 1860er Jahre reist, genauer gesagt ins Indianerland der Apachen. Schon im Zug wird er von einer besorgten älteren Dame (Marie Versini, die einst Winnetous Schwester spielte) vor den gefährlichen „Rothäuten“ gewarnt. Wie es ihm und seinen neuen indianischen Freunden ergeht, kann man nun auf RTL verfolgen in dem Dreiteiler „Winnetou – Der Mythos lebt“, am Sonntag, Dienstag und Donnerstag, 25./27./29. Dezember (20.15 Uhr). Ergänzend gibt es noch zwei Dokumentationen am Sonntag (25.12. um 22.05 Uhr) und am Donnerstag (29.12., um 22.45 Uhr).

Schon der erste Teil der Trilogie („Eine neue Welt“) zeigt, worum es geht: Die weißen Männer mit „Donnerbüchsen“ wollen die Indianer vertreiben – sie bauen eine Eisenbahnlinie quer durch das Land der Apachen. Mays Chef James Bancroft (Rainer Bock) sagt: „Wir führen hier keinen Krieg, wir bauen eine Eisenbahn“, sein skrupelloser Vorarbeiter Rattler (Jürgen Vogel) antwortet: „Wo ist da der Unterschied?“, und Bancrofts trinkfreudige Gattin (Leslie Malton) beklagt still ihr Schicksal fernab von New York.

Später wird May von Indianern überfallen, doch Winnetou (Nik Xhelilaj) verschont ihn. Und seine Schwester, die Schamanin Nscho-Tschi (Iazua Larios), pflegt ihn gesund. Wegen seines gekonnten Fausthiebes wird May bald Old Shatterhand genannt und gewinnt das Vertrauen von Häuptling Intschu tschuna (Gojko Mitic, der schon in der DDR als Indianerhäuptling populär war). Später wird er von Rattler erschossen.

Im zweiten Teil („Das Geheimnis vom Silbersee“) reitet der weiße Herr May zurück in seine bisherige Welt, um bei einem Großbauprojekt in Santa Fe anzufangen. Das Dorf der Apachen wird derweil vom schießwütigen mexikanischen Banditen El Mas Loco (Fahri Yardim), seinem Kumpan Professor Spengler (Matthias Matschke) und weiteren Männern überfallen; Nscho-tschi wird entführt und soll ihnen den Weg bis zum Silbersee weisen.

Karl erfährt von der Entführung, begreift, wie sehr er die Schmanin liebt, und reist zurück ins Apachenland. Gemeinsam mit Winnetou kann er sie befreien, und daheim hat sie ihn dann flugs in einem indianischen Ritual zum Ehemann auserkoren, während er sie noch ganz altmodisch auf Knien um ihre Hand bittet. Schließlich sagen beide „Ja“.

Im dritten Teil („Der letzte Kampf“) droht wiederum Gefahr: Auf seiner Farm entdeckt Shatterhand zusammen mit Winnetou durch Zufall eine Ölquelle. Ausgerechnet ein drogenabhängiger Dandy bekommt Wind davon: Santer Junior (Michael Maertens) möchte seinem machtgierigen Vater Santer Senior (Mario Adorf, er spielte schon vor über 50 Jahren mit Pierre Brice und Lex Barker) imponieren und setzt deshalb alles daran, diese Ölquelle auf dem Apachenland zu kaufen.

Unfreiwillig komischer Zugang zur alten Geschichte
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