Paul Verhoeven
Skandal-Regisseur sucht Berlinale-Schocker

Kinofans in aller Welt denken bei Paul Verhoeven sofort an eine Filmszene: Sharon Stones skandalösen Auftritt im Thriller „Basic Instinct“. Nach seiner Weltkarriere leitet der Regisseur jetzt die Jury der Berlinale.
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Berlin Die Internationale Jury der 67. Berlinale will trotz der angespannten Weltlage keine politischen Entscheidungen treffen. „Ich hoffe, dass die Jury-Mitglieder erstmal auf die Qualität der Filme achten - ohne politische Vorurteile“, sagte der diesjährige Jury-Präsident Paul Verhoeven („Elle“) am Donnerstag in Berlin vor Beginn des elftägigen Festivals.

Der mexikanische Schauspieler und Produzent Diego Luna ergänzte als Mitglied des siebenköpfigen Gremiums: „Wir sind nicht dazu da, Botschaften zu senden. Wir sind dazu da, Botschaften zu empfangen.“ US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal verzichtete gleichwohl nicht auf einen Seitenhieb auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. „Bitte, bitte, Sie sollen alle wissen, dass es bei uns sehr viele gibt, die Widerstand leisten“, sagte sie vor Vertretern der internationalen Medien.

Ursprünglich wollte der 1938 in Amsterdam geborene Paul Verhoeven der Wissenschaft dienen, studierte Mathematik und Physik. Als seine damalige Freundin und spätere Ehefrau 1966 ungeplant schwanger wurde, dachte er daran, den Beruf des Lehrers zu wählen. Doch er war, wie er selbst einmal sagte, „vom Kino-Virus infiziert“. Seit 30 Jahren gehört er zu den erfolgreichsten Hollywood-Regisseuren. Jetzt leitet er die Jury der Berlinale.

Paul Verhoeven hat bei vielen Hits Regie geführt. Derzeit sorgt sein Vergewaltigungsdrama „Elle“ (ab 16. Februar in den deutschen Kinos) für Furore. Hauptdarstellerin Isabelle Huppert bekam bereits einen Golden Globe und darf auf einen Oscar hoffen. Doch Filmfans verbinden seinen Namen vor allem mit der Schlüsselszene des Erotik-Thrillers „Basic Instinct“ (1992): Hauptdarstellerin Sharon Stone schlägt bei einem Verhör ihre Beine übereinander - und unter dem knappen Kleid trägt sie, weithin sichtbar, keine Unterwäsche.

Dem in Den Haag aufgewachsenen Sohn eines Lehrers und einer Hutmacherin brachte „Basic Instinct“ mit Sharon Stone endgültig den Ruf eines Skandal-Regisseurs ein. Die Ursache für seine Lust am Schockieren hat er bei sich selbst ausgemacht: Die ungewollte Schwangerschaft habe ihn verwirrt, weshalb er sich einer sehr gläubigen Pfingstgemeinde angeschlossen habe. Diese Zeit nannte er später „religiöse Psychose“. Er habe dabei die dunklen Seiten in sich entdeckt, erklärte er in einem Interview: „Meine Arbeit wurde zu einem Anker in der Wirklichkeit, darum hatte ich das Bedürfnis, alles so explizit darzustellen.“

Das Besessensein vom Extremen durchzieht sein gesamtes Werk. So erzählt er in „RoboCop“ (1987), seinem ersten großen Hollywood-Erfolg, die Geschichte eines zum Roboter geklonten Ex-Polizisten, der mit seiner Vergangenheit als Mensch ringt.

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Der Weg zum Jurorensessel

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  • "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

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