Rogue One – A Star Wars Story
So presst Disney die Weltraumoper neu aus

Wer die Vorgeschichte zu einem Kultfilm dreht, muss damit leben, dass das Ende schon bekannt ist. Das ist beileibe nicht das einzige Problem, dass sich Disney mit „Rogue One – A Star Wars Story“ ans Bein bindet.
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New YorkEs ist mal wieder Krieg in der fernen Galaxie. Der„Star Wars“-Ableger „Rogue One“ begleitet Jyn Erso (Felicity Jones) auf ihrem Weg von der unpolitischen Überlebenden zur Rebellin, die mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe zu einem Himmelfahrtskommando aufbricht. Und von vornherein ist klar, dass sie ihr Ziel erreichen wird.

Schließlich heißt es bereits 1977, als man in Deutschland noch „Krieg der Sterne“ sagt, im legendären Lauftext zu Beginn des ersten „Star Wars“-Films: „Während der Schlacht ist es Spionen der Rebellen gelungen, Geheimpläne über die absolute Waffe des Imperiums in ihren Besitz zu bringen, den Todesstern, eine Raumstation, deren Feuerkraft ausreicht, um einen ganzen Planeten zu vernichten.“ Fast 40 Jahre später bekommt diese Vorgeschichte zum Weltraumepos nun ihren eigenen Film.

Kriegsfilmoptik und Gerüchte

Dafür brachte Disney die Kamerahersteller ARRI und Panavision zusammen. Sie vermählten höchste Auflösung und Digitaltechnik mit einer Linse, die den 60er-Jahre-Streifen „Ben Hur“ eingefangen hatte. Das ergab eine so eng begrenzte Tiefenschärfe, dass - später am Set von „Rogue One“ - die Kampfszenen den Schärfenzieher an den Rand eines Nervenzusammenbruchs trieben.

Regisseur Gareth Edwards beschaffte unterdessen Bilder von Kriegsfotografen aus dem II. Weltkrieg, aus Vietnam und dem Golfkrieg und ließ sie umarbeiten: Soldaten bekamen Helme und Waffen der „Star Wars“-Figuren, Kampfflugzeuge im Hintergrund wurden vom Grafikteam gegen X-Wings ausgetauscht. Die Schlachten der Weltraumrebellen, die gegen das übermächtige Böse kämpfen, sollten wie ein echter Krieg auf dem Planeten Erde aussehen.

„Ich bin es ja eher gewohnt, im Korsett jede Menge zu reden“, sagt Felicity Jones (Oscar-nominiert für den Stephen Hawking-Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“) bei einer Pressekonferenz im Dezember. „Da war es echt schön, mal mit einem Blaster herumzurennen und Stormtrooper zu erledigen.“

Alan Tudyk verbrachte derweil die meiste Zeit am Set auf Stelzen. In einem knatschengen CGI-Anzug brachte der Schauspieler zunächst seine Kollegen zum Lachen und später den Androiden K-2SO auf die Leinwand. Doch Action allein reicht nicht; schließlich gehört der Film zu einer Marke, für die der Begriff „Weltraumoper“ erfunden wurde.

Kommentare zu " Rogue One – A Star Wars Story: So presst Disney die Weltraumoper neu aus"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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