Tatort als Wirtschaftskrimi
Das mörderische Geschäft mit grüner Energie

„Grüne Energie“ hat ein makelloses Image, doch auch immer mehr Investoren versuchen ihr Glück auf diesem subventionierten Millionen-Markt. Der Tatort zeigte, dass nicht alles so sauber ist, wie man denkt.
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DüsseldorfWindkraft gilt heute als die „grüne Energie“, in die man auch als Unternehmen bedenkenlos investieren darf. Doch längst sind auch Hedgefonds auf die Rendite-sichere, erneuerbare Energie aufmerksam geworden, das Geschäft wird härter und härter. Dass die ganze Offshore-Szene jedoch gar nicht so sauber sein könnte, wie viele denken, war der Aufhänger für den gestrigen Tatort mit Inga Lürsen und Stedefreund aus Bremen.

Zu Beginn des Falls „Wer Wind erntet, sät Sturm“ findet das Duo den Umweltaktivisten Piko Valdez erschossen im Büro einer Umwelt-Aktivistengruppe auf, auch dessen Freund Henrik Paulsen verschwindet auf einem Windrad in der Nordsee, dass er kurzerhand illegal geentert hatte.

Paulsen wollte darauf aufmerksam machen, wie viele Zugvögel von den Windrädern getötet werden, außerdem würde die pure Installation der Windräder Schweinswale so verwirren, dass sie in zu seichte Gewässer abdriften und sterben. Von diesem Ausflug zur Rettung der Umwelt kehrte Paulsen jedoch nicht mehr zurück.

Die Bremer Kommissare Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) finden sich mitten in einem Interessenkonflikt zwischen Umweltschützern und gewinnorientierten Unternehmern wieder.
Windpark-Betreiber Lars Overbeck wird schnell zum ersten Tatverdächtigen, schließlich wartet er gerade auf einen überfälligen Kredit für seine marode Firma.

Schlechte Presse durch Umwelt-Aktivisten kann er da kaum gebrauchen. Will er seine Kritiker zum Schweigen bringen? Je mehr die Kommissare in Erfahrung bringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Opfern und Tätern, zwischen unschuldig und schuldig.

Kommentare zu " Tatort als Wirtschaftskrimi: Das mörderische Geschäft mit grüner Energie"

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  • Ja, und die kernenergie ist so billig, und die Endlagerung so sicher. Schön war das alles!
    Hätte man die Kernenergie nicht so dramatisch subventioniert (und tut es immer noch, auch in den nächsten 10000Jahren) wären wir schon lange von diesem Irrsinn weg!

  • Das schlimme ist, dass es in der Realität noch skrupelloser und verantwortungsloser zu geht und die Politik erst dieser Subventions-EE-Mafia Branche mit ihrem EEG und Energieeinsparverordnung Tür und Tor geöffnet hat.
    Die Politik subventioniert mit dem EEG in eine Erneuerbare Energiebranche = Energiewende, die keine Mehrwert sonderen einen massiven Negativen = Zerstörerische Wirkung auf unsere Volkswirtschaft = Wohlstand ausübt.
    Die wirtschaftliche Wertschöpfungskette der Kraftwerksbasierenden Wohlstandsgesellschaft wird durch die Energiewende = EEG politisch gewollt zerstört und durch den Mangel von Wind und Sonne = Energiedichte und Unzuverlässigkeit ersetzt.
    Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge (Energie wenden zu können), dann der Betrug/Selbstbetrug (EEG), danach der Mangel (Energieeinsparzwang) und zum Schluss die Armut (unbezahlbare Strompreise bei einer gleichzeiig mangelhaften Stromversorgung).

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