Tatort Ballauf und Schenk beenden die Tatort-Sommerpause

Eine Mutter und ihr Sohn werden ermordet. Eine Familiendrama oder ein Rache-Akt? Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause aus Köln beginnt vielversprechend, bleibt aber nicht durchgehend spannend.
Kommissar Max Ballauf und Freddy Schenk wollen mit dem Journalisten Winthir sprechen – eine Szene der Tatort-Folge „Durchgedreht“. Quelle: dpa
Kölner Tatort „Durchgedreht"

Kommissar Max Ballauf und Freddy Schenk wollen mit dem Journalisten Winthir sprechen – eine Szene der Tatort-Folge „Durchgedreht“.

(Foto: dpa)

KölnSchreckliches Verbrechen in einem unscheinbaren Einfamilienhaus: Nachts bricht ein Unbekannter dort ein – und ermordet die Mutter und den kleinen Sohn der Familie Habdank. Die achtjährige Tochter Anna ist die einzige Zeugin, doch sie steht unter Schock und spricht seit der Tat kein Wort mehr. Ein schwieriger Fall für die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), die an diesem Sonntag (20.15 Uhr im Ersten) im ersten aktuellen „Tatort“ nach der Sommerpause mit dem Titel „Durchgedreht“ wieder ran dürfen.

Vater Sven Habdank (Alexander Beyer) war zur Tatzeit auf Dienstreise. Hat er mit dem Mord zu tun? Bekannte schildern ihn als nicht gerade geselligen Typen, der außerdem eifersüchtig gewesen sei und seine getötete Lebensgefährtin eingeengt habe.

„Wenn der Kuchen spricht, schweigt der Krümel“
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Eigentlich mag er Krimis nicht besonders. Trotzdem hat es Jan Josef Liefers zu einem der beliebtesten TV-Ermittler Deutschlands gebracht. Im „Tatort“ Münster geht er seit 2002 als schnöseliger Gerichtsmediziner Boerne auf Verbrecherjagd und fährt gemeinsam mit seinem Kollegen Axel Prahl alias Kommissar Thiel regelmäßig Traumquoten ein.

Dabei fallen auch immer markige Sprüche wie: „Kabelverbindungen unter dem Tisch, bringen Sie das mal in Ordnung, Alberich. Sie können ja unter meinem Tisch gut stehen.“

Tatort Münster
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Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne, Axel Prahl als Kommissar Frank Thiel und Christine Urspruch als Assistentin Alberich beim „Münster-Tatort“: Die Dialoge zwischen dem großgewachsenen Chef Boerne (1,80 Meter) und seiner kleinen Mitarbeiterin Alberich (1,32 Meter) sind fester Bestandteil. Der Satz, den Boerne seiner Assistentin zuwirft, strotzt vor Gemeinheit und wäre anderswo ein Fall für den Betriebsrat. Urspruch sieht das Lachen auf ihre Kosten gelassen: „Ich empfinde die Sprüche nicht als diskriminierend, sie gehören zum Tatort wie das Salz in der Suppe. Und Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.“

Tatort aus Münster: Der Hammer
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„Alberich“ alias Urspruch ist entsprechend oft das Ziel von Prof. Boernes Sprüchen. Kostprobe: „Für Sie ist der Job als Spargelstecherin genau das Richtige. Er ist wie geschaffen für Ihresgleichen. Kein Bücken bei der Ernte, und mehr als Ihre süßen, kleinen Trippelschritte braucht es nicht, um von einem Spargel zum nächsten zu kommen!“

Tatort: Satisfaktion
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Ebenfalls zu „Alberich“: „Bringen Sie mir doch Champagner und für Alberich ein Piccolöchen.“

Tatort Münster
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„Das würde ich mir von so einem lausigen Penner nicht bieten lassen!“ – „Das ist mein Vater!“ (Boerne und Thiel in „Der dunkle Fleck“)

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„Als Professor hat man stets das Große und Ganze im Auge. Das Kleine, Halbe überlass ich Ihnen.“ Auch hier war das Ziel seine Kollegin Alberich in der Folge „Spargelzeit“.

Axel Prahl und Jan Josef Liefers
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„Guter Geschmack macht sehr einsam.“ (Boerne mit karierten Gummistiefeln in „Spargelzeit“)

Die Einschätzungen der Kommissare dazu sind unterschiedlich. „Seine Tränen eben – das war doch Reue“, meint Ballauf. Und Schenk: „Der hat geweint, weil er an seinen Sohn gedacht hat, an seine Frau! Erinnerungen, Gefühle – schon mal gehört das Wort?“ Auch was den Umgang mit der traumatisierten Anna angeht, haben der kinderlose Single Ballauf und Familienvater Schenk verschiedene Ansätze.

Anna kommt nach der Tat bei ihrer Tante Hilde (Nicola Schössler) und ihrem Onkel Gunnar (Stephan Szász) unter. Die beiden kümmern sich liebevoll um das Mädchen. Finanziell ist es um das Ehepaar allerdings nicht gut bestellt. Das Geld reicht vorne und hinten nicht.

Handlung wirkt konstruiert
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