Tatort - die Neuen aus Frankfurt
Spiel mir das Lied vom Tod!

Gestern ermittelte erstmals das neue Tatort-Team in Frankfurt. Das Erbe von Joachim Król als Frank Steier war groß – doch seine Nachfolger legten einen hervorragenden Start hin. Ein Tatort der menschlichen Abgründe.
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DüsseldorfSeit Joachim Króls Abschied als Frankfurter Tatort-Kommissar Frank Steier warteten die Zuschauer gespannt darauf, was seine Nachfolger wohl so auf Lager haben. Gestern Abend lief der erste Fall des neuen Teams: „Kälter als der Tod“. Nach der ersten Folge steht fest: Viel besser kann man wohl nicht starten.

Paul Brix (Wolfram Koch) dürfte schnell ein echter Liebling unter den Tatort-Kommissaren werden. Etwas stoffelig, aber immer mit dem passenden, manchmal verletzend ehrlichen Spruch auf den Lippen. Er ist neu bei der Mordkommission, vorher arbeitet er lange Jahre bei der Frankfurter Sitte. Zurzeit wohnt er zur Untermiete bei seiner alten Freundin Fanny (Zazie de Paris) – die französisch-robuste Frau ist mit Sicherheit eine Bereicherung der Tatort-Landschaft.

Brix’ neue Kollegin dürfte es da in der Beliebtheitsskala der Tatort-Fans etwas schwieriger haben. Anna Janneke (Margarita Broich) ist eine Quereinsteigerin, vorher beriet sie die Berliner Polizei in psychologischen Fragen. Sie ist mit ihrer lieben Art zunächst etwas langweilig, ergänz das neue Team aber dennoch gut. An Ihrem ersten gemeinsamen Tag in der Frankfurter Mordkommission werden sie vom ebenfalls neuen Kommissariatsleiter Henning Riefenstahl (Roeland Wiesnekker) nicht gerade mit offenen Armen empfangen – er durfte sich seine neuen Angestellten nicht selbst aussuchen. Was zunächst nach programmiertem Dauerstress aussieht, entwickelt sich erstaunlich positiv. Riefenstahl wird ein kauziger, aber fairer Chef, der Einsatz und Loyalität belohnt.

Direkt zum Start sind Brix und Janneke mit dem schrecklichen Mord an der Familie Sanders konfrontiert – Vater Peter, Mutter Lydia und sogar der kleine Sohn Tobias liegen erschossen in ihrem schicken Eigenheim. Am Tatort treffen sie auf den Paketboten Achim, der die Polizei gerufen hat, weil ihm aufgefallen war, dass eine CD mit ein und demselben Titel in Endlosschleife im Haus lief. Schnell stellt sich heraus, dass ein Mitglied der Familie, die 17-jährige Jule, und deren junge Nachhilfelehrerin Miranda fehlen. Waren sie Zeugen und sind geflohen, sind sie entführt worden oder haben sie selbst etwas mit den Morden zu tun? Und was hat es mit diesem Lied auf sich?

Kommentare zu " Tatort - die Neuen aus Frankfurt: Spiel mir das Lied vom Tod!"

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  • Unglaublich, da darf ein Kommissar eine Attentäterin doch tatsächlich vor laufender Kamera erschiessen. Ich ziehe meine Kopfbedeckung vor so viel Mut der Redakteure.

  • Zwangsfinanziertes Einschlaftatort!!

    Der Inhalt 100X durchgekaut und .... - NICHTS neues. Zum abschalten.

    Die ganze Tatortgeschichte - Vergewaltigung / Vergewaltigung wenn nicht der Vater
    dann der Urgroßvater u.a.

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