Tatort Dortmund
Adrenalinschübe im freien Fall

So stark wie noch nie vertiefte sich der Tatort-Krimi aus Dortmund ins Privatleben der Kommissare. Doch auch der Fall hatte es in sich. Die Ermittler verfolgten die Spur eines tödlichen Adrenalin-Kicks. Ganz großes Kino.
  • 0

DüsseldorfZuletzt wurden die „Tatort“-Fans der Reihe nach mit ungewöhnlichen Fällen konfrontiert. Da waren die ballernden Osterhasen aus Hamburg mit Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke, oder auch die kranken Kindesentführer aus Leipzig vergangene Woche. Gestern gab es dann jedoch einen Fall, der das alles nochmal toppte – mit ganz viel Emotion. Die Kommissare Faber, Bönisch, Dalay und Kossik standen dabei jeweils vor ihrer ganz persönlichen Zerreißprobe.

Das begann schon mit dem Fund des Opfers Leo Janek. Der wurde halb tot vor dem Krankenhaus gefunden, abgeladen von Unbekannten. Kommissarin Martina Bönisch war zufällig auch da, mal wieder auf der Suche nach ihrem ausgebüchsten Sohn. Halb krank vor Sorge. Diese Sorge sollte sie den gesamten Fall über begleiten.

Das Opfer, Leo Janek, war ein leidenschaftlicher Fallschirmspringer. Als Ausgleich zu seinem stupiden Job als Devisen- und Aktienhändler in einer Dortmunder Privatbank stürzte er sich auch regelmäßig von den Dächern und Türmen der Stadt, als Base-Jumper.

Auch die schicke Villa am Stadtrand samt Bilderbuch-Familie waren nicht das, was er suchte. Die Adrenalinschübe waren für ihn eine Glückstherapie, um den Rest seines Lebens, das in schon lange unglücklich machte, kurz auszublenden. Nun aber war er abgestürzt, aus großer Höhe, von einem Hochofen im Industriegebiet Hörde. Jemand hatte sich an seinem Fallschirm zu schaffen gemacht und eine Sicherheitsschnur durchtrennt. Doch wer hat ihn danach zum Krankenhaus gefahren, um ihn dort dann alleine liegen zu lassen? Und warum?

Schnell geraten Janeks Base-Jump-Kollegen in Verdacht, vor allem weil fast jeder sein ganz eigenes Tatmotiv gehabt hätte. Bei Anführer Jules wurde das Blut des Opfers im Wagen gefunden, seine Fingerabdrücke waren am Fallschirm des Opfers. Schnell gibt er zu, bei Janeks Sturz dabei gewesen zu sein, so wie die anderen.

Er brachte den Schwerverletzten zum Krankenhaus und machte sich aus dem Staub, aus Angst vor falschen Anschuldigungen. Auch Joanna war dabei, ihres Zeichens die aktuelle Affäre des Opfers. Der wollte sich jedoch wohl nicht von seiner Frau und dem Sohn trennen.

Schnibbelte sie also deshalb an seinem Fallschirm herum? Und dann war da noch Frank Hövel, der Schwager des Opfers. Der schuldete Janek eine horrende Geldsumme, die das Opfer am Abend des Unfalls lautstark einforderte – samt Prügelei.

Kommentare zu " Tatort Dortmund: Adrenalinschübe im freien Fall"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%