Tatort mit Lena Odenthal
Sexskandal und Intrigen wie bei Strauss-Kahn

In ihrem neuesten Fall hatte es Ulrike Folkerts als Lena Odenthal mit dem Dominique Strauss-Kahn von Ludwigshafen zu tun. Der Politiker bedient sich an Mädchen wie an der Minibar. Doch ist er auch ein Mörder?
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DüsseldorfWas haben Dominique Strauss-Kahn und die Frauenquote gemeinsam? Beide inspirierten die Autoren des gestrigen Tatorts aus Ludwigshafen zu einem besonders verworrenen Fall für Ulrike Folkerts als Lena Odenthal. Die musste in einem noblen Hotel zwischen einer ganzen Reihe schmieriger Machos ermitteln. Die Spuren führten in viele Richtungen. Am Ende war dann jedoch (fast) alles so, wie es schien.

Das 23-jährige Zimmermädchen Yasemin Akhtar stürzt im Treppenhaus eines Luxushotels zu Tode. Fremdverschulden oder nicht, fragen sich Lena Odenthal und Mario Kopper bei ihren Ermittlungen. Aber auch: Steht ihr Tod in Zusammenhang damit, dass der EU-Kommissar Joseph Sattler kurz zuvor in Suite 426 Sex mit Yasemin hatte? Sattlers Verwicklung in den Fall wird erstaunlich schnell publik und schadet nicht nur seinem persönlichen Ruf, sondern auch seinem aktuellen politischen Unterfangen.

Nur fünf Tage später wollte der in Brüssel die Frauenquote für Vorstände als sein Prestigeprojekt durchsetzen. Doch seine Verwicklung mit dem Tod des Mädchens kommt schnell an die Presse, Sattler steht vor dem Nichts. In Lena Odenthals Augen passt das alles ein bisschen zu gut zusammen. Während sich ihre junge Kollegin Johanna Stern vom LKA schnell auf Sattler als Hauptverdächtigen einschießt, hält sie eine Intrige gegen den Politfunktionär für möglich.

Das Sattler sich an Frauen gerne so bedient wie an der Minibar ist dabei ein offenes Geheimnis, doch warum sollte ihm dies ausgerechnet jetzt zum Verhängnis werden? Die beiden äußerst unterschiedlichen Ermittlerinnen diskutieren dabei „Tatort“-like ganz nebenbei auch über das Für und Wider der Frauenquote, mit sehr gegensätzlichen Standpunkten. Diese Diskussionen wirken jedoch mehr als aufgesetzt, mittlerweile kennt man die Argumente auch schon besser als sie in „Roomservice“ holzschnittartig präsentiert wurden.

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