Tatort Schweiz Zwischen Mord und Liebesglück

Ein Mord als Suizid getarnt, aber für die Schweizer „Tatort“-Ermittler ist schnell klar, dass der Schein trügt. Bei der Aufklärung des Falls müssen sie berufliche und private Angelegenheiten voneinander trennen.
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Kommissar Reto Flückiger muss zusammen mit seinen  Kollegen den Mord an einem Mann aufklären, der angeblich schon 13 Jahre tot war und dessen Tod auf den ersten Blick aussieht wie ein Suizid. Quelle: dpa
Tatort

Kommissar Reto Flückiger muss zusammen mit seinen Kollegen den Mord an einem Mann aufklären, der angeblich schon 13 Jahre tot war und dessen Tod auf den ersten Blick aussieht wie ein Suizid.

(Foto: dpa)

LuzernEine Nachtfahrt im Reisebus über die Autobahn, die Passagiere dösen vor sich hin. Dann kracht es, der Fahrer steigt in der Nähe von Luzern scharf in die Bremsen. Ein Mann ist auf seine Windschutzscheibe geknallt, offensichtlich von einer Autobahnbrücke gestürzt.

Warum ist das ein Fall für den Schweizer „Tatort“-Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser)? Weil schnell klar ist: Der Tote ist nicht von allein gesprungen, dafür hatte er zu viel Beruhigungsmittel im Blut. Gewohnt unaufgeregt gehen Flückiger und Liz Ritschard (Delia Mayer) ans Werk.

Neue Staffel, neue Fälle, neue Kommissare
„Virus“
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Nach zehn Wochen Sommerpause gibt es am Sonntag (27.8.) um 20:15 Uhr im Ersten wieder einen neuen „Tatort“. Der erste Fall der neuen Saison kommt vom Wiener Team und heißt „Virus“. In der Woche drauf ist bereits wieder eine Erstausstrahlungspause angesagt: Das Erste der ARD zeigt das TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz. Was ist in der „Tatort“-Saison 2017/18 eigentlich zu erwarten?

„Stau“
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Der Stuttgart-„Tatort“ profiliert sich zum Beispiel: In der aufwendig mit Computertechnik produzierten Folge „Stau“ (10. September) von Dietrich Brüggemann ermitteln die Kommissare Lannert und Bootz (Richy Müller und Felix Klare) unter Zeitdruck in einem Verkehrsstau, in dem sich der Täter noch befinden muss.

„Zwei Leben“
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Das Schweizer Team kommt am 17. September wieder. Im Krimi „Zwei Leben“ mit den Ermittlern Flückiger und Ritschard (Stefan Gubser und Delia Mayer) knallt einem Fernbusfahrer ein Mann in die Windschutzscheibe. Am Bundestagswahlsonntag (24. September) ist dann eine Woche später im Ersten kein neuer „Tatort“ im Programm.

„Goldbach“
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Am 1. Oktober startet das neue Schwarzwald-Team des SWR als Nachfolger des Bodensee-„Tatorts“. Die Ermittler Franziska Tobler und Friedemann Berg (Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner) bekommen es in ihrem ersten Fall („Goldbach“) von Regisseur Robert Thalheim mit einem erschossenen Kind im Wald zu tun. Danach sind die Termine im Ersten noch nicht alle hundertprozentig klar, aber eine Menge Filme angekündigt.

„Zurück ins Licht“
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Im Krimi „Der Rote Schatten“ (15. Oktober) von Dominik Graf werden beispielsweise die Stuttgarter Kommissare mit der RAF-Vergangenheit konfrontiert. Der viertletzte Bremer „Tatort“ mit Inga Lürsen und Stedefreund (Sabine Postel und Oliver Mommsen), „Zurück ins Licht“, steht dann wohl am 22. Oktober an. Im Februar wurde angekündigt, dass 2019 Schluss ist mit dem aktuellen Bremen-Team.

„Fürchte dich“
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Das Frankfurter „Tatort“-Team Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) kommt mit zwei Folgen in dieser Saison – bereits klar ist laut HR das Sendedatum 29. Oktober für den Gruselfilm „Fürchte dich“ – ein zu Halloween passender Krimi im Edgar-Wallace-Style.

„Gott ist auch nur ein Mensch“
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Im November kommt dann ein neuer Krimi mit dem beliebtesten Team, dem skurrilen Duo aus Münster. Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) tauchen in dem Krimi „Gott ist auch nur ein Mensch“ in die Welt der Kunst ein, nachdem sich ein Werk des Aktionskünstlers G.O.D. als echte Leiche entpuppt hat.

Sie finden schnell heraus, dass der Tote angeblich schon 13 Jahre tot war: ein hochverschuldeter Unternehmer, verschwunden im Tsnuami 2004 in Thailand. Das Erste zeigt den neuen Fall „Zwei Leben“ am Sonntag (17. September) um 20.15 Uhr.

Nach 20 Minuten kommt erstmals so etwas wie Krimi-Spannung auf. Der Stiefsohn des Toten hat etwas zu verbergen, das legen Musik und sein nervöser Blick aus dem Fenster nahe. Für Kommissar Flückiger haben die Ermittlungen eine persönliche Note: Er kennt den Busfahrer Beni Gisler (Michael Neuenschwander) aus dem Militärdienst. „Ich bin's, der Flücki“, sagt er dem verstörten Mann noch am Straßenrand.

Bei Gisler kommen schlimmste Erinnerungen hoch. Wieder ein Selbstmord, denkt er. Das hat er als Lokführer schon zweimal erlebt. Die Bilder quälten ihn bis zur Psychose. Seine Ehe zerbrach, er gab den Job auf und wurde Busfahrer. Als er hört, dass das Opfer gar nicht von selbst gesprungen sein kann, wittert er die Chance, sich irgendwie zu rächen. Er will den Mörder selbst zur Strecke bringen.

Neuenschwander spielt den Druck durch die psychische Belastung beklemmend echt. Nur ist dies nicht ein Psychodrama, sondern ein Krimi. Schauspielerin Saskia Vester bringt als Unternehmergattin und Witwe des vermeintlich schon 13 Jahre Toten authentisch rüber, wie ein wenig patenter Firmenerbe nerven kann. Nur ist dies keine Familiengeschichte.

Ein zeitloser Tatort
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