Tatort Stuttgart
Zwischen Auspuff und Stoßstange

Autos, dreckige Luft, dichter Verkehr – das fällt wohl den meisten zu Stuttgart ein. Der SWR hat daraus einen „Tatort“ gemacht, der genau dort spielt: im Stau. Gedreht wurde allerdings nicht in der Stadt selbst.
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StuttgartFeierabend in Stuttgart. Alle wollen nach Hause, doch auf dem Weg raus aus der Stadt geht nichts mehr. Der Verkehr steht still. Ein alltägliches Szenario in Baden-Württembergs Landeshauptstadt. Nicht alltäglich: Am Straßenrand liegt ein totes Mädchen - und die Spur zum Täter führt in den Stau. Der neue Stuttgart-„Tatort“ „Stau“ beschäftigt sich nicht nur mit einem der größten Probleme der Schwabenmetropole.

Er spielt auch dort. „Entweder wir finden ihn im Stau oder gar nicht“, sagt Kommissar Sebastian Bootz (Felix Klare) zu seinem Kollegen Thorsten Lannert (Richy Müller) und meint damit den Fahrer, der für den Tod des Mädchens verantwortlich ist. War es Unfallflucht oder Mord?

Es scheint zwar einen Zeugen zu geben, doch der erweist sich als reichlich unzuverlässig: ein Dreijähriger, der neben dem Unfallort mit seiner alleinerziehenden Mutter wohnt. Während Bootz versucht, aus dem Kleinen etwas herauszubekommen, ermittelt Lannert im Stau. Und damit inmitten von sehr gereizten Menschen. Wer steckt hinter dem Tod des Mädchens?

Der junge Vater mit seinem schlafenden Kind, der dem Kommissar weismachen will, nicht am Tatort vorbeigefahren zu sein – es aber doch getan hat? Das Ehepaar auf dem Weg zur Paarberatung? Die Geschäftsfrau mit ihrem genervten Chauffeur? Der Fahrer eines Krankentransporters, der mitten im Stau anfängt zu kiffen? Oder doch die junge Mutter, deren Tochter auf der Fahrt viel zu laut Musik hören will?

Gleich mehrere Wagen haben Kratzer. Die Nerven der wartenden Autofahrer liegen zunehmend blank - und ihre Aggressionen richten sich bald gegen die Polizei. Mit dem neuen Fall gibt Regisseur Dietrich Brüggemann beim SWR sein „Tatort“-Debüt. Bekannt ist er vor allem für Kinofilme wie „Kreuzweg“ oder „3 Zimmer Küche Bad“.

Die Idee zum „Tatort“ kam ihm in der Situation, von der er nun tatsächlich erzählt: im Stau auf der Stuttgarter Weinsteige. „Wir drehten „Kreuzweg“ im Stuttgarter Raum, fuhren viel in der Gegend umher und standen dauernd im Stau“, sagt Brüggemann in einem Interview mit dem SWR.

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Zwischen Auspuff und Stoßstange

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Stau als Spannungselement

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