„The Wolf of Wall Street“: DiCaprio unterstützt Ermittlungen gegen 1MDB

„The Wolf of Wall Street“
DiCaprio unterstützt Ermittlungen gegen 1MDB

Der malaysische Fonds 1MDB – gegen den wegen Unterschlagung ermittelt wird – könnte in Verbindung mit Hollywoodstar DiCaprio stehen. Sollten Gelder geflossen sein, will der Schauspieler diese aber rasch zurückzahlen.

WashingtonUS-Hollywoodstar Leonardo DiCaprio will alle Geschenke und Spenden, die möglicherweise mit dem malaysischen Skandalfonds 1MDB in Verbindung stehen, zurückgeben. DiCaprio habe aus den Medien von der Korruptionsaffäre erfahren und wolle die Ermittlungen unterstützen, erklärte seine Umweltstiftung. Er habe deshalb Kontakt zur US-Justiz aufgenommen und um Hinweise gebeten. Sollte tatsächlich in irgendeiner Form Geld an ihn oder seine Stiftung geflossen sein, wolle er dies so rasch wie möglich rückerstatten.

Das US-Justizministerium hatte im Juli die Beschlagnahme von Vermögenswerten in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar (909 Millionen Euro) angekündigt, die vermutlich mit unterschlagenen Geldern aus dem malaysischen Staatsfonds 1MDB bezahlt wurden. Nach Angaben der Behörden soll ein Teil der unterschlagenen Gelder in die Produktion des Films „The Wolf of Wall Street“ im Jahr 2013 geflossen sein, in dem DiCaprio die Hauptrolle spielte. Deshalb will das Ministerium auch neu anfallende Lizenzgebühren für den Film einziehen.

Der Schweizer Bruno-Manser-Fonds, der sich für den Schutz der Wälder einsetzt und eine Kampagne gegen die Korruption in Malaysia führt, begrüßte DiCaprios Initiative. Viele Fragen zu den Verflechtungen seien aber noch offen, erklärte der Fonds. Zudem appellierte er an den Oscar-Preisträger, seine Millionengage aus dem Film zurückzuzahlen.

Malaysias Regierungschef Najib Razak hatte 2009 einen staatlichen Fonds namens 1MDB (Malaysia Development Berhad) aufgelegt, der Modernisierungsprojekte im Land finanzieren sollte. Mindestens vier Milliarden Dollar verschwanden in dunklen Kanälen, im Verdacht stehen auch Verwandte und Vertraute des Regierungschefs. So gehört die Filmproduktionsgesellschaft hinter „The Wolf of Wall Street“ Najibs Stiefsohn. Najib und der Fonds weisen jede Verantwortung von sich.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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