Trump über Schwarzenegger: „Er wurde von der Quotenmaschine Trump zerstört“

Trump über Schwarzenegger
„Er wurde von der Quotenmaschine Trump zerstört“

Trump gegen den Rest der Welt: Seine neueste Twitter-Attacke führt er gegen seinen eigenen Nachfolger – als Gastgeber der TV-Show „The Apprentice“. Und legt sich damit mit keinem geringeren als Arnold Schwarzenegger an.
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DüsseldorfAm 20. Januar wird Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. Im Moment scheint der Unternehmer, so legen es zumindest einige Ausführungen beim Kurznachrichtendienst Twitter nahe, aber noch dringlichere Probleme zu haben. Etwa, wie sich sein Nachfolger als Moderator der TV-Show „The Apprentice“ schlägt. Bei der Reality Show agierte der Milliardär als Gastgeber. In seine Fußstapfen der aktuellen, mit Prominenten besetzten Staffel trat kein geringerer als Schauspieler Arnold Schwarzenegger.

Schwarzenegger, Republikaner und Ex-Gouverneur Kaliforniens, hat am Montag sein Debüt in Trumps Casting-Show gefeiert. Am Donnerstag trudelten die Quoten ein – und erfüllten Produzent Trump offenbar mit tiefster Zufriedenheit. Nicht, weil er sich freuen konnte, dass eine von ihm produzierte Sendung der TV-Station NBC viele Zuschauer beschert hätte. Trump lässt sich vielmehr hämisch darüber aus, dass Schwarzenegger ihm hinsichtlich der Popularität nicht das Wasser reichen könne. „Er wurde im Vergleich mit der Quotenmaschine DJT fortgespült (zerstört)“, twitterte der bald mächtigste Mann der Welt am Freitag. Mit „DJT“ ist er selbst gemeint: Donald J. Trump.

„Soviel zum Thema Filmstar“, schrieb er auf Twitter weiter. Und betont, dass der Vergleich mit seiner ersten Staffel als Boss bei „Apprentice“ noch gravierender sei, als der mit der vorangegangenen 14. Staffel. Dass er da sprichwörtlich Äpfel und Birnen vergleicht, ist Trump offensichtlich egal. So egal wie der Quotenknick: „Wen kümmert es, Schwarzenegger hat Kasich & Hillary unterstützt.“ Damit spielt der künftige Präsident auf den hart geführten Wahlkampf und Vorwahlkampf an. Schwarzenegger hatte zunächst Trumps internen Parteikonkurrenten John Kasich öffentlich unterstützt. Nach der Nominierung Trumps als republikanischen Kandidaten hatte der gebürtige Österreicher erklärt, nicht für den Mann seiner eigenen Partei abstimmen zu wollen. Trump holt sich seine Genugtuung nun auf andere Weise.

Der designierte US-Präsident hatte in den vergangenen Tagen immer wieder für Unruhe mit seinen Tweets gesorgt. Vor allem die Börsen zeigten sich mehrfach aufgeschreckt. So beeinflussten drohende Aussagen in Richtung einiger US-Autobauer und Toyota die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen, sprich: Sie schickten die Papiere auf Talfahrt. Trump trennt bisher seine Rolle als Privatperson, Unternehmer und sehr baldiger Präsident überhaupt nicht voneinander, was seine politische Linie unvorhersehbar macht. Entsprechend nervös reagieren Beobachter, sobald er kritische Aussagen tätigt – und sei es auf Twitter. Meist fehlt den Tweets jegliche Sachlichkeit. Weder Schwarzenegger noch NBC haben bisher reagiert.

Trump war elf Jahre lang Gastgeber der Show und hatte die Rolle vergangenes Jahr abgegeben, bleibt ihr als Produzent aber weiter verbunden. Das „Forbes“-Magazin schätzt, dass Trump für die 16 Folgen zählende Staffel insgesamt 7,4 Millionen Dollar (7,1 Millionen Euro) erhalten wird. In der Vorgänger-Staffel von „The Apprentice“ ließ Trump Kandidaten um einen Ausbildungsplatz buhlen. Verlierern schleuderte er stets den Satz „You're fired!“ („Du bist gefeuert“) entgegen.

Schwarzeneggers Slogan in der Show, in der Prominente ihren Geschäftssinn unter Beweis stellen müssen, lautet: „You're terminated. Get to the chopper.“ („Du bist gekündigt. Geh' zum Hubschrauber.“). Der englische Begriff „terminate“ (kündigen, beenden) ist eine Anspielung auf Schwarzeneggers Rolle als Cyborg in den „Terminator“-Filmen. „Get to the chopper!“ ist seinem Film „Predator“ entnommen und wurde vor einigen Jahren wegen seines breiten österreichischen Akzents zum Internet-Meme. Schwarzenegger zeigt Selbstironie, die Produzent Trump offenbar fremd ist.

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