Video-on-Demand Hollywood will Filme schneller als Stream anbieten

Hollywood-Filme sollen bald schneller für das heimische Kino zur Verfügung stehen. Momentan braucht es mehrere Monate für Neuerscheinungen als Streaming-Angebot. Die Kinos befürchten Einbußen und drohen mit Boykott.
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Heimkino-Fans wird es freuen: Sollte Hollywood das Streaming-Angebot neuer Filme zum Ende des Jahres vorantreiben, dann könnten zum Beispiel schon die zukünftigen Star Wars-Filme schneller ins heimische Kino kommen. Quelle: dpa
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Heimkino-Fans wird es freuen: Sollte Hollywood das Streaming-Angebot neuer Filme zum Ende des Jahres vorantreiben, dann könnten zum Beispiel schon die zukünftigen Star Wars-Filme schneller ins heimische Kino kommen.

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New YorkHollywood bereitet laut einem Zeitungsbericht einen Tabubruch vor: Filme könnten demnächst schon weniger als 45 Tage nach dem Kinostart auf Abruf für Zuhause verfügbar sein. Der Preis für „Premium-Video-on-Demand“ könnte allerdings bei 30 bis 50 Dollar liegen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag.

Mit einem Start sei Ende des Jahres zu rechnen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Studios und die amerikanischen Kinobetreiber versuchten gerade, einen Kompromiss auszuhandeln.

Aktuell vergehen mehrere Monate, bis ein Film aus dem Kino auf die kleinen Bildschirme kommt. Die Kinos sperren sich gegen einen Verkürzung dieser Zeit, weil sie einen Rückgang der Besucherzahlen befürchten, und drohten auch schon mit einem Boykott von Filmen, wenn sie aus ihrer Sicht zu schnell auf Video herauskommen. Ihnen werde derzeit als Ausgleich eine Beteiligung an den Erlösen aus dem künftigen Streaming-Geschäft angeboten, schrieb die Zeitung.

Die Studios seien zugleich noch uneins darüber, wie kurz das Exklusivitäts-Fenster für die Kinos sein soll. Sony sei dafür, Filme schon zehn Tage nach dem Kinostart über das Internet verfügbar zu machen, hieß es. Andere Studios hielten 17 Tage oder 30 bis 45 Tage für angemessener.

Die Filmbranche steht aktuell unter noch stärkerem Druck als früher, weil die Menschen mit Eigenproduktion von Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon noch mehr Auswahl bei der Unterhaltung haben. Damit sinkt auch das Bedürfnis der Zuschauer, einen Kinofilm Monate nach dem Debüt auf der großen Leinwand noch sehen zu wollen.

  • dpa
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