Vierter „Nord Nord Mord“
Tote Köche, Borowski und ganz viel Sylt

Auf Sylt wird der Koch eines Promilokals ermordet - ein Fall für Kommissar Clüver und seine Kollegen. Zum vierten Mal ist das Team um den Schauspieler Robert Atzorn im Einsatz. Zuletzt gelang sogar der Quotensieg.

HamburgAls ARD-„Tatort“-Kommissar Borowski hat Axel Milberg sein Revier an der Ostsee. Für die ZDF-Krimi-Reihe „Nord Nord Mord“ macht er einen Ausflug an die Nordsee und spielt einen Gastronomen auf Sylt. Dort ermittelt im nunmehr vierten Film Robert Atzorn als Kommissar Clüver.

Mit viel Lokalkolorit und Leichtigkeit holten die Krimis von der nordfriesischen Insel bisher zuverlässig hohe Einschaltquoten und hängten zuletzt mit mehr als 7,2 Millionen Zuschauern erneut die Konkurrenz ab. Auch „Clüver und der tote Koch“, den das ZDF am Montag (20.15 Uhr) zeigt, bietet wieder viel Sylt, ein bisschen Spannung und immer wieder was zum Schmunzeln.

Der Tote liegt in einer Reuse am Strand, er war Chefkoch in einem Nobelrestaurant, alles deutet auf einen Mord hin. Ein Fall für den routinierten Hauptkommissar Theo Clüver, den mindestens so eifrigen wie tollpatschigen Profiler Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) und die burschikose Ermittlerin Ina Behrendsen (Julia Brendler). Dann wird am nächsten Tag auch noch Bibi (Nadeshda Brennicke), die Frau des Restaurantbesitzers, entführt und Lösegeld verlangt. Milberg spielt den Wirt Josef, der seinen Gästen in den Sylter Dünen Champagner kredenzt.

Warum musste sein Koch sterben? Hängt Bibis Verschwinden mit dem Mord zusammen? Und wer steckt dahinter? Das Trio ermittelt unter der Regie von Anno Saul („Kebab Connection“), der bereits zwei Clüver-Filme inszenierte, vor malerischen Kulissen der beliebten Urlaubsinsel.

Das Drehbuch von Berno Kürten liefert witzige Dialoge und vor allem Oliver Wnuk kann wie einst als Ulf Steinke in der TV-Serie „Stromberg“ mit komödiantischem Talent auftrumpfen – ob in der Diskussion mit einem sturen Fischer über das Zerschneiden der Reuse, in der die Leiche lag, bei seinen Recherchen in einer zwielichtigen Bar oder in den kleinen Wortgefechten mit Kollegin und Mitbewohnerin Ina.

„Ich bin ja ein wenig für die Komik verantwortlich, und glücklicherweise beziehen die Macher mein kreatives Potenzial sehr mit ein“, sagt Wnuk im Presseheft. „Konkret heißt das: sobald mir was Amüsantes einfällt, scheue ich mich nicht, es in das Skript zu schreiben oder während der Aufnahme einfach entstehen zu lassen.“ Das ungleiche Trio beschreibt er selbst als: „Der klare Kopf, der wirre Geist, die weibliche und stechend scharfe Intuition.“ Sein Hinnerk sei ihm sehr ans Herz gewachsen.

Außer in „Clüver und der tote Koch“ konnte er ihn im vergangenen Jahr ein weiteres Mal spielen, denn einen weiteren „Nord Nord Mord“-Krimi der seit 2011 laufenden Reihe hat die Produktionsfirma Network Movie bereits gedreht. Im fünften Fall, dessen Ausstrahlungstermin nach Angaben einer ZDF-Sprecherin noch nicht feststeht, geht es um einen Clubbetreiber, der stranguliert und mit Genickbruch aufgefunden wird.

Milbergs Gastronom gerät währenddessen zunehmend auch als Verdächtiger ins Visier der Sylter Polizei. Dennoch ist oft mehr Entspannung als Spannung angesagt, wenn das ungleiche Ermittler-Trio unterhaltsam an die Arbeit geht. Eine Leichtigkeit, die es, wie Schauspielerin Julia Brendler findet, „dem Zuschauer und den Protagonisten erlaubt, nicht immer alles bierernst zu nehmen“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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