Wer holt die Lola? Rund 2000 Promis bei Filmpreis-Gala

Publikumsrenner wie die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ und das Roadmovie „Tschick“ sind im Lola-Rennen. 2000 Promis kommen zur Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin.
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Schauspielerin und Präsidentin der Filmakademie, Iris Berben, spricht am 27.05.2016 bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises, der Lola, in Berlin. Am 28. April finden der 67. Deutsche Filmpreis im Palais am Funkturm in Berlin statt. Quelle: dpa
Deutscher Filmpreis

Schauspielerin und Präsidentin der Filmakademie, Iris Berben, spricht am 27.05.2016 bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises, der Lola, in Berlin. Am 28. April finden der 67. Deutsche Filmpreis im Palais am Funkturm in Berlin statt.

(Foto: dpa)

BerlinRoter Teppich für die Stars der deutschen Filmbranche: Im Berliner Palais am Funkturm treffen sich am Freitagabend rund 2000 Promis, um die Besten ihres Fachs zu küren. Mit gleich acht Nominierungen ist die Tragikomödie „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus der große Favorit beim 57. Deutschen Filmpreis. Das Drama mit Lars Eidinger als krisengeschütteltem Holocaust-Forscher konkurriert in der Königskategorie Bester Spielfilm mit fünf weiteren Regiearbeiten.

Dazu gehören auch zwei Publikumslieblinge: das Roadmovie „Tschick“ von Fatih Akin und die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven. Große Lola-Chancen werden aber vor allem auch Maren Ades oscarnominiertem Vater-Tocher-Film „Toni Erdmann“ eingeräumt. In der Spielfilm-Sparte sind außerdem das Wolfs-Drama „Wild“ von Nicolette Krebitz und der Abtreibungsfilm „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached nominiert.

Glamour, Glanz und immer wieder Trump
Viele Sticheleien
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Die Moderatorin Anke Engelke hat eine Art silbernes Gitter vorne an ihrem Kleid, sie sei „eingezäunt“, das passe doch gut. Die internationalen Gäste fragt sie, ob die wegen des Festivals da seien oder weil man sie nicht mehr zurück in ihre Heimat lasse. Das sind nicht die einzigen Anspielungen auf Donald Trump, den neuen Präsidenten der USA.

Die Jurychefin des vergangenen Jahres
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Sein Name fällt bei der Berlinale-Eröffnungsgala am Donnerstagabend kein einziges Mal. Aber selten hat das Festival so politisch begonnen wie diesmal. Ob Trumps Mauerbau-Pläne, das Einreise-Dekret oder sein Umgang mit Meryl Streep, die 2016 Berlinale-Jurychefin war: Das kommt im einst geteilten Berlin und bei den Filmleuten überhaupt nicht gut an. In den Reden und am roten Teppich wird das deutlich.

Schlagkräftig
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Claudia Roth etwa zeigt mit ihrem Oberteil, wie daneben sie den neuen Mann im Weißen Haus findet: „unpresidented“ steht darauf in orangefarbenen Buchstaben - eine Anspielung auf einen Fehler, den Trump bei Twitter gemacht hat.

US-Frauenschwarm
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Die Grünen-Politikerin ist noch immer verzückt, dass sie gerade Richard Gere getroffen hat. „Es war unglaublich toll.“ Der Hollywoodstar, der als Menschenrechtsaktivist auch der Kanzlerin einen Besuch abgestattet hat, sitzt wenig später mit Übersetzungs-Kopfhörern als unerwarteter Gast in der Gala.

Auf dem roten Teppich
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Die zieht wie jedes Jahr fast die versammelte deutsche Filmprominenz in teils glamouröser Garderobe an, darunter Veronica Ferres,

Auf dem roten Teppich
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Wim Wenders,

Auf dem roten Teppich
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Tom Tykwer,

Zu den prominenten Laudatoren des Abends gehört der Oscar-Preisträger und Trump-Kritiker Michael Moore („Bowling for Columbine“, „Michael Moore in TrumpLand“). Er wird den Preis für den besten Dokumentarfilm vergeben. Zu der von Schauspielerin Jasmin Tabatabai moderierten Gala wird das Who's Who der deutschen Filmszene erwartet - darunter Senta Berger, Til Schweiger, Heike Makatsch, Gudrun Landgrebe, Heiner Lauterbach, Doris Dörrie, Anja Kling und Bjarne Mädel.

Über die Lola-Gewinner entscheiden die 1850 Mitglieder der Deutschen Filmakademie. Der Filmpreis ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Das ZDF strahlt die Lola, die als deutsches Pendant zum amerikanischen Oscar gilt, am selben Abend um 22.50 Uhr aus.

  • dpa
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