„Zurück in die Zukunft“
Der Tag, als Marty McFly uns besuchen kommt

Energie von der Krups-Kaffeemaschine

Eine schlechte Nachricht: Regen, der auf die Sekunde aufhört, gibt es nicht. Eine gute: Die Inflation ist nicht so weit, dass man eine Pepsi mit einem Fünfziger bezahlen muss. (Auch wenn die auf 6500 Flaschen begrenzte Auflage des Film-Getränks „Pepsi Perfect“ den Fans als Sammlerstück viel Geld wert sein könnte.) Sprachsteuerung im Alltag, Multimedialität - alles schon damals im Film gewesen. Selbst eine Videobrille wie Google Glass gibt es schon, und wenn persönliche Daten des Anrufers auf dem Bildschirm angezeigt werden, dann sieht das fast aus wie Facebook - 15 Jahre vor Facebook.

Wenn es um Energie geht, haben wir die Zukunft noch nicht eingeholt. Denn als „Doc Brown“ (Christopher Lloyd) Strom braucht, schmeißt er einfach ein paar Küchenabfälle in den weißen „Mr. Fusion“-Reaktor. Das Teil liefert nicht nur die Energie für die Zeitmaschine, den „Flux-Kompensator“, sondern ist sogar gewissermaßen Made in Germany: Basis für das Zukunfts-Gerät war eine Kaffeemühle von Krups.

Aber eine Reihe von Neuerungen würden dem jungen Mann aus dem Jahr 1985 dennoch äußerst futuristisch erscheinen. Davon ist zumindest der australische Zukunftsforscher Ross Dawson überzeugt. Selbst in seiner visionären Zunft hätten sich vor 30 Jahren die wenigsten Forscher vorstellen können, „dass Telefone einmal zu etwas anderem als zum Telefonieren“ taugen würden, sagt Dawson. „Deren Fähigkeit, alle Information des Planeten zugänglich zu machen, hätte sie umgehauen“, ist der Gründer der Denkfabrik Future Explanation überzeugt. Als der Film der Regisseure Robert Zemeckis und Bob Gale 1989 herauskam, galten CD-Player noch als Gipfel der technologischen Entwicklung.

Mit einem online gekauften 3D-Drucker können wir heute eine scheinbar endlose Zahl von Objekten nachbauen, darunter zum Beispiel weitere 3D-Drucker. Im Film führt eine Drohne im Jahr 2015 einen Hund spazieren, im realen 2015 sind die unbemannten Fluggeräte noch zu ganz anderen und mitunter weniger amüsanten Dingen imstande. Gentechnik erlaubt die Veränderung schadhafter DNA, und ein per Raumsonde abgesetzter Roboter reist seit vergangenem Jahr Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf einem Kometen durchs All.

Heute gehören „downloaden“ und „streamen“ für viele zur Alltagssprache, während mit den Begriffen vor 30 Jahren niemand etwas hätte anfangen können. „Menschen gewöhnen sich sehr schnell an technologische Errungenschaften und nehmen sie als gegeben hin“, sagt Dawson. So könnten auch heute schon existierende Technologien aus dem Film, wie etwa biometrische Erkennungsverfahren oder Datenbrillen, in absehbarer Zeit kaum mehr aufsehenerregender Standard sein.

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