„Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“. Schon Wilhelm Busch hat die Krisenfestigkeit des Schnapskonsums in seiner „Frommen Helene“ beschrieben.
Der Dichter (*1832, †1908) ist bereits seit über 100 Jahren tot, der Schnapskonsum der Deutschen war jedoch auch 2012 wieder stabil, lag wie im Vorjahr bei 5,4 Litern pro Kopf.
Besonders gern greifen die Deutschen zum „Korn“, der fast 40% des Absatzes ausmacht. Mit fast 28 Prozent folgen Liköre, gefolgt von Weinbrand und Cognac (12 Prozent).
Gewinner ist dabei vor allem der Fiskus: Nach Angaben der Spirituosen-Industrie kassierte der Staat im vergangenen Jahr 2,1 Milliarden Euro an Branntweinsteuer.