Deutschland hat im vergangenen Jahr so viele Zuwanderer wie seit fast 20 Jahren nicht mehr angelockt. Die Zahl der Einwanderer stieg im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 123.000 auf 1,081 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit erreichte die Zuwanderung den höchsten Stand seit 1995. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte die Wirtschaftskrise in zahlreichen EU-Ländern gewesen sein.
Von den 1,081 Millionen Zuwanderern waren 966.000 Ausländer und 115.000 Deutsche, die beispielsweise aus dem Ausland in die Heimat zurückkehrten. Aus Deutschland weg zogen im Jahr 2012 insgesamt 712.000 Menschen und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Davon waren 579.000 Ausländer und 133.000 Deutsche. Insgesamt kamen damit 369.000 Menschen mehr nach Deutschland als wegzogen. Auch dies bedeutete den höchsten Wert seit 1995.