Zyklon in der Südsee
„Pam“ traf Inseln mit voller Wucht

Nach Zyklon „Pam“ warten immer noch Tausende in Vanuatu auf Hilfe, aber trotz eintreffender Güter können Helfer sie nicht erreichen. Auf den Inseln sind viele Häuser zerstört, wie man aus der Luft sieht.
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Port VilaAufklärungsflüge im Katastrophengebiet von Vanuatu haben erste Befürchtungen zu den Zerstörungen von Zyklon „Pam“ bestätigt. „Es gibt Berichte über katastrophale Verwüstung auf den Inseln Erromango und Tanna im Süden, wo nicht aus Beton gebaute Gebäude komplett platt sind und die Betonbauten keine Dächer mehr haben“, sagte Colin Collett van Rooyan, Leiter des Büros der Hilfsorganisation Oxfam in der Hauptstadt Port Vila. Präsident Baldwin Lonsdale machte den Klimawandel für die Katastrophe mitverantwortlich.

Mit Blick auf die Folgen von „Pam“ sagte Orla Fagan von der UN-Nothilfekoordination OCHA: „Das australische Militär hat nach dem Überflug erhebliche Zerstörung gemeldet. Wir machen uns große Sorgen um die südlichen Regionen.“

Immer noch gelang es Helfern nicht, die Inseln mit gut 30.000 Einwohnern zu erreichen. Erromango liegt mehr als 120 Kilometer südlich der Hauptinsel Efate, Tanna noch weiter südlich. Die nördlichen Inseln könnten dem schlimmsten entgangen sein, so Alex Mathieson von Oxfam, der bis vor kurzem in Port Vila lebte.

Rooyan schloss nicht aus, dass mehr als ein Drittel der 250.000 Einwohner im ganzen Land obdachlos geworden seien. Die Zahl der Todesopfer war weiter ungewiss. Bislang bestätigt sind mindestens acht Tote. Auch Nachbarstaaten wie Tuvalu waren betroffen, wo die Hälfte der 10.000 Einwohner Hilfe brauchten, wie die Regierung sagte.

Die südlichen Inseln lagen direkt im Auge des Zyklons, der in der Nacht zum Samstag über die Region nordöstlich von Australien gezogen war. Es war einer der mächtigsten je gemessenen Zyklone.

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