Wir haben uns bei der Erstellung der Journalliste ganz bewusst - und aus guten Grunde - dafür entschieden, ein Verfahren anzuwenden, bei dem wir nicht die wissenschaftliche Qualität jedes einzelnen Journals individuell beurteilen, sondern dass wir eine Aufnahme ins HB-Ranking aus anderen bestehenden Journalrankings ableiten.
Ausgangspunkt sind in diesem Jahr drei existierende Journalrankings - die beiden, die bereits 2006 betrachtet wurden sowei ein weiteres, das das Kieler Institut für Weltwirtschaft im Sommer 2007 für interne Zwecke erstellt hat.
Im einzelnen werden folgende Journal-Rankings herangezogen:
Es werden die Zeitschriften berücksichtigt, die bei Combes/Linnemer (JJEA 2003) in den vier höchsten der insgesamt sechs Qualitätsstufen geführt werden, dort also mindestens mit 0,33 Punkten bekommen.
Zweitens werden die Zeitschriften berücksichtigt, die die in der 2007er-Version der "Tinbergen-Liste" mindestens mit "B" bewertet werden.
Drittens werden die Zeitschriften berücksichtigt, die in dem im Sommer 2007 erstellten Journalranking des Kieler Instituts für Weltwirtschaft mindestens mit "D" bewertet werden. Das Kieler Institut war während der Erstellung der Journalliste, die internen Institutszwecken dient, nicht darüber informiert, dass das Handelsblatt diese für das Ranking heranziehen würde. Die Entscheidung des Handelsblatts fiel erst, nachdem das IfW die Journalliste erstellt hatte.
Darüber hinaus gibt es bei der Zeitschriftenauswahl im Handelsblatt-Ranking 2007 eine weitere Neuerung: Für das Fachgebiet der Statistik wurde die Liste der betrachteten Zeitschriften zusätzlich erweitert. Grund dafür ist, dass alle drei herangezogenen Zeitschriften-Listen die internationalen A- und B-Journals im Bereich der Statistik nur sehr unzureichend abdecken. Dies machten Vertreter der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik sowie der Deutschen Statistischen Gesellschaft dem Handelsblatt in Gesprächen deutlich.
Gemeinsam mit diesen Vertretern wurden auf Basis der ISI-Impact-Faktoren 17 A- und B-Journals aus dem Bereich der Statistik ausgewählt, die künftig im Handelsblatt-Ranking betrachtet werden, darunter die "Annals of Statistics". Bei der Gewichtung dieser Zeitschriften orientiert sich das Handelsblatt neben den ISI-Impactfaktoren an einem Journalranking des Dortmunder Fachbereichs Statistik, das dort für kumulative Habilitationen maßgeblich ist und Statistik-Journals in drei Qualitätsgruppen einteilt. Eine Übersicht über die neu aufgenommenen Statistik-Journals finden Sie hier.
"Comments" und "Notes" werden nur mit der Hälfte der Punktzahl der Fachzeitschrift bewertet. "Replys" oder "Corrections" werden nicht bewertet. Buchrezensionen und "Editors Introductions" werden nicht gezählt.
