Die Aussage der für den Handelsblatt Business-Monitor befragten Führungskräfte in diesem Frühsommer ist noch wesentlich deutlicher: Mit 38 Prozent beurteilen überdurchschnittlich viele Unternehmen des Sektors Handel sowie aus den Bereichen Nachrichtenübermittlung und Verkehr die Bedingungen als „gut“, 50 Prozent als „eher gut“. Als „schlecht“ stuft die Situation derzeit nicht einer der befragten Manager ein.
„Die Unternehmen haben auch alle Berechtigung, stolz und zufrieden zu sein“, sagt HWWIChef Straubhaar mit Blick auf die Firmen aller Branchen. Gerade in Deutschland hätten sie „ihre Hausaufgaben gemacht“ und damit deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Beispielsweise durch „Kostendisziplin auf der Lohnseite“ oder „effizientere Produktionsabläufe“, zählt die Bundesbank in einer Analyse auf. Die deutschen Unternehmen hätten sich zudem die Kostenvorteile ausländischer Standorte selbst zunutze gemacht – und durch die Auslagerung von Produktionsprozessen ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöht.
Die derzeit hohe Zufriedenheit der Manager wirkt sich auf ihre Pläne aus. Europaweit wollen die Wirtschaftslenker vor allem ihren jeweils eigenen Standort stärken. Das zeigen ihre Investitionspläne. In allen sechs Ländern zeichnet sich das gleiche Bild ab: Jeweils mehr als zwei Drittel der Manager planen, an ihrem heimischen Standort mehr als bislang zu investieren. Der Anteil ist auch in Frankreich und Österreich derart hoch – obwohl er in beiden Nationen im Vergleich zum Jahresende 2006, als letztmals diese Frage gestellt wurde, sank.
Hoch im Kurs steht bei den europäischen Führungskräften auch die Nachbarschaft: Knapp ein Drittel der befragten Manager geben an, dass sie innerhalb der Europäischen Union investieren wollen – die mit Abstand beliebteste Region außerhalb der Heimat. Ganz besonders populär ist die EU in der Alpenrepublik Österreich: Zwei Drittel der Befragten planen dort Investitionen.
Anziehungskraft gewonnen hat Asien. Während in China nach wie vor durchschnittlich 16 Prozent der Manager investieren wollen, lockt es in andere Teile Asiens inzwischen 14 Prozent und damit mehr als Ende 2006. Insbesondere deutsche Manager zieht es in die Ferne: Jeder fünfte aus der Bundesrepublik plant für die kommenden zwölf Monate, Geld in Asien auszugeben.
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