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03.07.2007 

„Deutsche Firmen zieht es dort hin, wo die Märkte wachsen“, schlussfolgert der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner. „Nach Ostasien, nach China, nach Russland.“ Wie erfolgreich diese Strategie sei, zeige der derzeitige Konjunkturboom. Deutschland profitiere deutlich mehr von der expandierenden Weltwirtschaft, als man noch im vergangenen Jahr habe annehmen können.

Das zahlt sich im Inland aus: Im Juni hatten 3,6 Millionen Menschen keine Arbeit – das waren so wenige wie zuletzt im November 2000. Dieser positive Trend dürfte anhalten, ergibt die Handelsblatt- Umfrage. Knapp die Hälfte (44 Prozent) aller deutschen Spitzenmanager haben eigenen Angaben zufolge vor, in den kommenden zwölf Monaten weitere Stellen zu schaffen. Weitere rund 40 Prozent wollen an der Zahl ihrer Mitarbeiter nichts ändern. Und während vor einem Jahr noch knapp 30 Prozent aller Führungskräfte Mitarbeiter entlassen wollten, haben das in den kommenden zwölf Monaten nur noch 15 Prozent vor.

Damit spiegelt Deutschland eine Entwicklung wider, die auf den Arbeitsmärkten aller sechs Befragungs-Länder erkennbar ist. In Großbritannien und Österreich haben besonders viele Führungskräfte vor, zusätzliche Beschäftigte einzustellen: sechs beziehungsweise sieben von zehn. In der Schweiz planen zwar „nur“ 44 Prozent und damit im Durchschnitt so viele Führungskräfte wie in Deutschland, zusätzliches Personal in den kommenden zwölf Monaten einzustellen. Aber keiner der befragten Manager in der Schweiz gibt an, dass er in den kommenden Monaten Mitarbeiter entlassen will. Dabei gilt der Kündigungsschutz in der Eidgenossenschaft bekanntermaßen als besonders locker.

Trotz der überaus hohen Zufriedenheit sind sich die Führungskräfte international weitgehend einig, dass sich die Situation in ihrem jeweiligen Heimatland noch weiter verbessern – oder zumindest so gut wie derzeit bleiben kann. In der ohnehin in Höchststimmung schwelgenden Schweiz erwarten 26 Prozent der Manager, dass sich die Standortbedingungen in den nächsten zwölf Monaten verbessern werden. 72 Prozent rechnen damit, dass die Lage so gut bleiben wird, wie sie zur Zeit ist. Damit geht nahezu kein Manager aus dem kleinen Land davon aus, dass sich die Hochstimmung abkühlen wird.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Gute Aussichten auch für Deutschland

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2009 2008
Consensus Economics 1,1 2,0
EU-Kommission 1,5 1,8
OECD 1,1 1,5
IWF 1 2
Frühjahrsgutachten der Institute 1,4 1,8
Bundesregierung 1,2 1,7
Sachverständigenrat 1,9