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23.10.2007 

An erster Stelle (69 Prozent) nannten die befragten Entscheider eine Stärkung der Leistungskraft deutscher Hochschulen und Fachhochschulen. 64 Prozent sagten, der Staat müsse die Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter verbessern (Mehrfachnennungen waren möglich). Dritte entscheidende Stellschraube: die Sicherung des qualifizierten Nachwuchses in der Forschung und Entwicklung – Stichwort Fachkräftemangel.

„Das Innovationsklima in Deutschland hat sich verbessert“, beobachtet auch Jürgen Jaworski, Geschäftsführer des US-Technologiekonzerns 3M in Deutschland, und ergänzt: „Letztlich bleibt Innovation aber Aufgabe der Unternehmen selbst.“ Dabei sehen die Top-Manager ebenfalls noch viel Handlungsbedarf, wie der Business-Monitor zeigt.

Insgesamt 65 Prozent der Befragten sehen den Schlüssel in einer Verbesserung der firmeneigenen Innovationskultur. Priorität hat aus Sicht der Befragten eindeutig die Fokussierung auf den Kunden: 81 Prozent der Befragten halten es für entscheidend, dass Firmen Innovationen eng mit ihren Kunden entwickeln, um die neuen Produkte erfolgreich zu machen. Grund: „Echte Innovationen gelingen meist nur dann, wenn man sehr nah am Kundenproblem arbeitet“, sagt Zurlino. Das Thema ist bei den Unternehmen ein Klassiker, die Forderung ist alt. Doch erst seit paar Jahren richten viele Firmen verstärkt ihre komplette Organisation auf die Kundenperspektive aus.

Damit soll auch ein weiterer Bremsklotz beseitigt werden: das Silo-Denken in den jeweiligen Sparten eines Unternehmens. 64 Prozent der befragten Top-Manager halten es für entscheidend, dass das Wissen in Unternehmen bereichsübergreifend stärker vernetzt wird.

Vor allem Großkonzerne haben dieses Problem, dessen Grund oft in fehlenden Anreizen zu finden ist: „In Unternehmen sind die einzelnen Bereichsziele für die Mitarbeiter greifbarer und mehr im Fokus als das Gesamtziel“, sagt Zurlino.


Handelsblatt Business-Monitor

Umfrage: Der Handelsblatt Business-Monitor, eine repräsentative Befragung deutscher Spitzenmanager im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp., wird bereits seit dem Jahr 1999 neunmal jährlich erhoben.

Ergebnisse: Für die aktuelle Erhebung hat das Hamburger Marktforschungsinstitut Psephos vom 18. September bis zum 4. Oktober 812 Führungskräfte deutscher Unternehmen telefonisch befragt – unter anderem zum Schwerpunkt Innovationsklima und Innovationsmanagement.

Dokumentation: Zusätzlich zur Berichterstattung im Handelsblatt sind die Umfrageergebnisse in einem Berichts- und Tabellenband detailliert aufgeschlüsselt. Diese Dokumentation ist in digitaler und in gedruckter Form erhältlich. Die vollständigen Ergebnisse des „Handelsblatt Business Monitors“ können telefonisch bestellt werden unter 0800- 0002056 oder im Internet unter » www.handelsblatt-shop.com

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2009 2008
Consensus Economics 1,1 2,0
OECD 1,1 1,5
IWF 1 2
EU-Kommission 1,5 1,8
Frühjahrsgutachten der Institute 1,4 1,8
Bundesregierung 1,2 1,7
Sachverständigenrat 1,9