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31.03.2008 

Undso brannte die olympische Fackel still vor sich hin, als Staatschef Hu Jintao den im Design einer alten Papierrolle angelehnten Stab in den Pekinger Frühlingswind hielt. Erst als Publikumsliebling und Hürden-Weltrekordler Liu Xiang die Flamme von ihm übernahm kam ein Hauch von Ausgelassenheit auf. Endlich hatte das olympische Feuer den Wechsel von der Politik zum Sport vollziehen können.

Als erster Läufer machte sich Liu auf die lange Reise von 137 000 Kilomtern, die die Fackel in den kommenden Monaten zurücklegen wird. Sie wird am Dienstag in Almaty (Kasachstan) erwartet, besucht danach noch 133 Städte in fünf Kontinenten, bevor sie am 8. August zur Eröffnung der Spiele nach Peking zurückkehrt.


Bildergalerie Bildergalerie: Olympia - "Reise der Harmonie" beginnt unharmonisch


So war es für die olympische Flamme gestern nur eine kurze Ruhepause. Nach den Unruhen in Tibet haben Aktionsgruppen bereits weltweit zu neuen Demonstrationen aufgerufen. Die "Journey of Harmony", wie das gewählte Motto für den Pekinger Fackellauf lautet, dürfte keineswegs überall für Harmonie sorgen.

Vor allem die Staionen in Lhasa und der Fackel-Aufstieg auf den Mount Everest werden Chinas Olympiaplaner nochmal nervös machen. Die meisten ausländischen Medien dürfen dann - wie gestern auf dem Platz des Himmlischen Friedens - nicht dabei sein. China will einfach jedes unschöne Fernsehbild vermeiden. Und so war auch bei der Ankunft der Fackel in Peking keineswegs alles "live" wie im chinesischen Staatsfernsehen eingeblendet. Die TV-Bilder wurden um eine Minute verzögert, heißt es. Für alle Fälle. Und immer im Sinne Chinas.

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