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Schleswig-Holstein: Gewinne für SPD und Grüne bei Kommunalwahl

Sowohl die SPD als auch die Grünen können sich über deutliche Zuwächse bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein freuen. Weiterhin stärkste Kraft auf kommunaler Ebene bleibt aber die CDU.

Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner kann sich über Gewinne bei den Kommunalwahlen freuen. Quelle: dpa
Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner kann sich über Gewinne bei den Kommunalwahlen freuen. Quelle: dpa

KielSPD und Grüne haben bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein deutlich zugelegt. Die beiden Kieler Regierungsparteien verbuchten nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend Gewinne von jeweils mehr als drei Prozentpunkten. Die SPD kam demnach auf 29,8 Prozent, die Grüne erreichten 13,7 Prozent.

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Die CDU behauptete sich allerdings weiterhin als mit Abstand stärkste Kraft auf kommunaler Ebene. Sie kam auf 38,9 Prozent und erreichte damit in etwa ihr Ergebnis von vor fünf Jahren (38,6 Prozent).

SPD-Landeschef Ralf Stegner bezeichnete das Ergebnis als Zeichen der „Zufriedenheit“ mit der seit etwa einem Jahr amtierenden neuen Landesregierung aus SPD, Grünen und dem Südschleswigschem Wählerverband (SSW). Die Grünen-Landesvorsitzenden Ruth Kastner und Peter Stoltenberg erklärten, sie freuten sich "riesig" über das Vertrauen der Wähler.

CDU-Landesvorsitzender Reimer Böge äußerte sich zufrieden. „Wir haben unser Wahlziel klar erreicht und sind mit Abstand stärkste Kraft geworden. Das zeigt, dass wir nach einem nicht ganz einfachen Jahr wieder Tritt gefasst haben.“ Die CDU war vor wenigen Monaten nach dem überraschenden Rücktritt ihres Parteichefs Jost de Jager in eine Führungskrise geraten.

Herbe Verluste gab es bei der Kommunalwahl für FDP und Linkspartei. Die Liberalen büßten dem vorläufigem Ergebnis zufolge im Vergleich zur Kommunalwahl 2008 vier Prozentpunkte ein und lagen bei fünf Prozent. Die Linke verlor 4,4 Prozentpunkte und fiel auf 2,5 Prozent. Der SSW als Partei der dänischen und friesischen Minderheiten blieb stabil bei 2,9 Prozent (2008: drei Prozent).

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Die Kommunalwahl in Deutschlands nördlichstem Bundesland galt auch als ein Stimmungstest für die Bundestagswahl im Herbst. Etwa 2,35 Millionen Menschen waren zur Wahl von Gemeinde- und Kreisparlamenten aufgerufen.

Betroffen äußerten sich alle Parteien über die erneut gesunkene Wahlbeteiligung, die auf 46,7 Prozent fiel (2008: 49,4 Prozent). SPD-Chef Stegner und CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Johannes Callsen riefen Parteien, Medien und gesellschaftliche Institutionen zum Handeln auf. „Der Wert der Demokratie muss wieder stärker vermittelt werden. Das ist natürlich eine Sache der Politik und der politischen Bildung, aber auch der Gesellschaft insgesamt“, erklärte Callsen.

  • 27.05.2013, 21:08 UhrPoestchenPoestchen

    Omarius - super dargestellt
    ---
    Von 2,35 Millionen Wahlberechtigten nahmen nicht mal die Hälfte teil. Es ist ein Witz, dass Schleswig-Holstein ein selbständiges Bundesland mit einer eigenen Regierung ist.

  • 27.05.2013, 20:41 UhrRevolucion

    Je niedriger die Wahlbeteiligung, desto größer die Stimmen-Gewinne für die "linken" Deutschenlandabschaffer.

    Die Rechte in Deutschland wählt einfach nicht.

  • 27.05.2013, 18:33 UhrLB_Brandt@web.de

    Auch dieses Wahlergebnis sagt klar und deutlich, daß wir die verlogenen und verkommenen Politik der etabilierten Parteien nicht mehr hinnehmen. Omarius ist für seine klare Darstellung des Wahlergebnisses ein hohes Lob zu zollen. Bedauerlicherweise ist die Masse der Wahlstimmviehherde hierzu nicht fähig. Somit ist auch gesichert, daß Politik und Medien mit ihrer unkorrekten Darstellung des Wahlerbebnisses weiterhin die Wähler verdummen.

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