1. Infanteriedivision geht
Mehrere tausen US-Soldaten verlassen Bayern

Von Oktober an wollen die US-Streitkräfte mehrere tausend Soldaten aus Bayern abziehen und in die USA verlegen. Das Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in Europa teilte am Freitag in Heidelberg mit, der Grund sei der geplante Umzug der 1. Infanteriedivison und anderer Einheiten in die USA im Sommer 2006.

HB HEIDELBERG. In diesem Zusammenhang würden Einheiten in Würzburg, Kitzingen und Giebelstadt mit insgesamt 6100 Soldaten abgezogen, aufgelöst oder anderen Einheiten unterstellt. Es sei davon auszugehen, dass „der größte Teil“ davon in die USA zurückkehre. Das Hauptquartier bezog sich damit auf eine Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums.

Zu den 6100 Soldaten gehören 11 000 Angehörige. Von den Maßnahmen sind zudem 2000 Arbeitsplätze von deutschen und US-amerikanischen Zivilbeschäftigten betroffen. Wie viele Stellen verloren gingen, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Die Umsetzung der Pläne ist für das Geschäftsjahr 2006 geplant, das bei der US-Armee am 1. Oktober 2005 beginnt und bis zum 30. September 2006 dauert. Im Geschäftsjahr 2007 sollen dann neun militärische Liegenschaften in den drei Städten an Deutschland zurückgegeben werden. Bei zwei anderen Liegenschaften sei die Rückgabe für die darauf folgenden Jahre geplant.

Hintergrund der Pläne ist die Vorgabe von US-Präsident George W. Bush vom August 2004, die Zahl der US-Soldaten in Europa in den kommenden fünf bis zehn Jahren von derzeit 62 000 auf 24 000 zu verringern. Die Streitkräfte sollen wegen der terroristischen Bedrohung umstrukturiert werden, um schnell auf Zwischenfälle reagieren zu können. In Deutschland sind derzeit noch 57 000 US- Soldaten stationiert.

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