100 Millionen Euro Hilfe
Schäuble will griechischen Unternehmen helfen

Finanzminister Schäuble griechischen Unternehmen rund 100 Millionen Euro Finanzhilfen anbieten. Am Donnerstag trifft er die Athener Regierung. Deutschland soll den Hilfsfonds nicht alleine füllen.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird der Athener Regierung bei seinem Besuch an diesem Donnerstag finanzielle Hilfe durch die staatliche KfW-Förderbank anbieten. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) aus Finanzkreisen wird er den Griechen 100 Millionen Euro für den Aufbau eines Förderfonds für kleine und mittelständische Unternehmen zusagen.

Ein entsprechendes Darlehen würde die KfW der sogenannten „Institution for Growth“ gewähren. Dieser neu gegründete Fonds könnte dann Kredite an Unternehmen vergeben. Die griechischen Banken sind nicht in der Lage, die Wirtschaft mit ausreichend Krediten zu versorgen.

Die deutsche Förderbank soll den Fonds nicht alleine füllen. Auch die EU soll über ihre Strukturfonds Geld zur Verfügung stellen. Zudem ist eine Beteiligung der Europäischen Investitionsbank (EIB) geplant. Insgesamt könnte die „Institution for Growth“ damit zunächst rund 500 Millionen Euro verwalten. Einige Details würden aber noch verhandelt, hieß es in Finanzkreisen.

Schäuble will eine kurze Rede vor der griechisch-deutschen Handelskammer in Athen halten, sich mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras und seinem Amtskollegen Ioannis Stournaras treffen, berichtete die griechische Presse.
Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums weiter hieß, wollen die Griechen auch die Meinung Schäubles zu einem anderen Thema hören. Griechenland wird allen Anzeichen nach 2014 nach dem Ende des aktuellen Hilfsprogramms weitere Hilfen brauchen. Die Griechen haben von den 50 Milliarden Euro Hilfen, die für die Rekapitalisierung ihrer Banken vorgesehen waren, nur 37 Milliarden genutzt. Athen ist der Ansicht, dass die restlichen 13 Milliarden als eine Art Sicherheitspolster verwendet werden könnten, falls Athen tatsächlich nächsten Frühling frisches Geld brauchen sollte. Dann wäre auch kein neues Hilfsprogramm nötig sein, berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Mit Reuters

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  • Auch ich bin nur noch wegen familiärer Bindungen hier.
    Wir fahren inzwischen auf der Schiene einfach leben/ SELBSTVERSORGUNG auf dem Land aufbauen. Allerdings gestützt mit ALG2. Ein Döppkenspiel auf Zeit. Aber im Moment (und das zeigt sich immer häufiger) die sinnvollste Lösung um a) finnanziell über die Runden zu kommen und b)sich GLEICHZEITIG ein Stück weit abzusichern indem man sich unabhängig macht.
    Die galopierende Inflation und die politischen Misstände hier, welche bereits einen Wirtschaftlichen Totalschaden hinlassen haben, lassen jedoch nichts gutes erahnen. Wir persönlich rechnen hier in den kommenden Jahren mit dem schlimmsten. Mich persönlich würde es kein bisschen überraschen wenn wir uns in den anstehenden 20er Jahren in der sprichwörtlichen "Steinzeit" wieder finden. Aber so einfach wird man es uns wohl noch nicht mal machen. Jetzt stehen neben dem bereits stattfindenen Genuzid erstmal die völlige finnanzielle und Wirtschaftliche Vernichtung des einfältigen Mannes, totalitäre Überwachung und Versklavung auf dem Programm.

  • Eurowahn,
    das mit dem Strick kommt hoffentlich noch!
    Ich hoffe sehr, dass eines Tages mit diesen Hochverrätern abgerechnet wird.

    Ich bin fassungslos darüber, dass all diese Gestalten so überhaupt keine Skrupel haben, das deutsche Volk ohne zu zucken oder zu murren ans Messer zu liefern!

  • Aber man bekommt auch durch andere Kommentare einen Einblick und versteht manchmal wie der Hase läuft!

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