Deutschland
10 000 Euro pro Abwrack-Käufer

Der ökonomische Nutzen der Abwrackprämie ist einer Studie zufolge deutlich geringer als zunächst angenommen. Demnach gibt der Staat unter dem Strich fast 10 000 Euro aus, um einen zusätzlichen Autokauf auszulösen.

HB FRANKFURT/MAIN. Der von der Abwrackprämie ausgelöste Nachfrageschub bei Autohändlern ist einer Studie zufolge deutlich kleiner als bislang angenommen. Denn mindestens 75 Prozent der Neuwagenkäufer in diesem Jahr hätten auch ohne die Prämie ein neues Auto gekauft. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Auftrag der „Welt am Sonntag“.

Um eine Untergrenze für den sogenannten Mitnahmeeffekt zu ermitteln, unterstellten die Wissenschaftler, dass sich der dramatische Absatzeinbruch im Januar ohne Abwrackprämie ungebremst übers Jahr hinweg fortgesetzt hätte. Nach Einschätzung der Forscher wären aber selbst dann nur 500 000 Autos allein aufgrund der Abwrackprämie gekauft worden.

Bei insgesamt zwei Millionen subventionierten Käufern heißt das laut IWH: Um das Verhalten eines einzelnen Bürgers zu steuern, würden gleich drei weitere mitsubventioniert. Und für jeden Bürger, den allein die Abwrackprämie dazu bringe, sich dieses Jahr einen Neuwagen zuzulegen, werde der Steuerzahler aus dem Abwrack-Etat mit 10 000 Euro belastet, berichtete die Zeitung. Unter dem Strich bedeute das für den Staatshaushalt eine Belastung von rund 2,6 Mrd. Euro

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