11. September 2007
Abhörprotokolle: Verdächtige planten drei Anschläge

Die im September verhafteten Terrorverdächtigen, die Anschläge zum Jahrestag des 11. September 2001 geplant haben sollen, haben laut Medienberichten ein wahres Fanal vorbereitet. Mehr als 150 Menschen hätten sie demnach in den Tod reißen können.

HB BERLIN. Die drei Terrorverdächtigen hatten einem Magazinbericht zufolge ein Fanal in Deutschland zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September in den USA geplant. In abgehörten Gesprächen hätten die Verdächtigen mehrere Szenarien durchgespielt, berichtete das Magazin „Focus“ am Samstag vorab. Als Anschlagsziele seien Gaststätten, Diskotheken, US-Stützpunkte, die israelische Botschaft, die Fast-Food-Kette McDonalds und Flughäfen in der Diskussion gewesen.

Motiv der Tatverdächtigen sei gewesen, nicht nur die USA, sondern auch Deutschland wegen seines Engagements in Afghanistan bestrafen, hieß es in dem Vorabbericht weiter. Der deutsche Tatverdächtige Daniel S. habe gefordert: „Die Deutschen kriegen eine auf die Fresse.“

In ihren Unterhaltungen hätte die Tatverdächtigen auf eine hohe Zahl an Opfern gesetzt. „Jeder Anschlag 50 Stück ... ein paar Verletzte, das sind 150 Stück, und dann noch diese Flughafensache“, zitierte das Magazin aus einem der abgehörten Telefonate. Einer der Verhafteten habe dafür plädiert, in den Zielobjekten per Feueralarm eine Panik auszulösen und dann eine Autobombe in der herausstürmenden Menschenmenge zu zünden.

„Eine gute Taktik, die kommen raus, du fährst rein, und dann - Bumm“, habe einer der Tatverdächtigen vorgeschlagen. Die meisten Menschen würden dann durch Splitter sterben. Anfang September waren die drei Terrorverdächtigen nach monatelanger Observation im Sauerland verhaftet worden. Sie hatten nach Angaben der Bundesanwaltschaft massive Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant.

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