1400 Euro
Linkspartei streitet über Höhe des Mindestlohns

Die beiden Bundestagsabgeordneten der Linkspartei/PDS haben sich dagegen ausgesprochen, die Wahlprogramm-Forderung nach einem staatlich garantierten Mindestlohn von 1400 Euro abzuschwächen.

HB BERLIN. Petra Pau und Gesine Lötzsch erklärten, die Summe sei angemessen. "Mein Motto im Wahlkampf ist: Von Arbeit muss man leben können", sagte Lötzsch der Berliner Zeitung. Das wäre mit einem Mindestlohn von 1400 Euro gewährleistet. "Da kann man nicht so einfach 150 Euro abziehen. Ich würde es deshalb gut finden, wenn wir bei der Summe blieben."

Linkspartei/PDS-Wahlkampfchef Bodo Ramelow hatte am Mittwoch erklärt, es sei "seit längerm in der Diskussion" die Summe auf 1250 Euro zu senken. Vorausgegangen war Kritik von Verdi-Chef Frank Bsirske und Spitzenkandidat Oskar Lafontaine.

Der Linkspartei-Arbeitsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, unterstützt dagegen eine Verringerung der Summe. "Man sollte auf die Gewerkschafter und Ökonomen hören, sagte er. Gegnern der Linkspartei könne damit auch Wind aus den Segeln genommen werden. Wichtig sei zunächst zu erreichen, "dass es einen Mindestlohn in Deutschland gibt, bevor wir über Zahlen reden". Ähnlich äußerte sich Klaus Ernst, der als WASG-Mitglied die bayerische Linkspartei-Liste anführt: "Ob es am Ende 100 Euro mehr oder weniger sind, ist nicht entscheidend."

Linkspartei-Spitzenkandidat Gregor Gysi wies darauf hin, dass es sich bei dem Wahlprogramm bislang nur um einen Entwurf handelt. Es sei "völlig normal, dass jetzt diskutiert wird". Das Programm soll auf dem Bundesparteitag am 27. August verabschiedet werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%