154 Milliarden Euro im vergangenen Jahr
Bundesbürger legen mehr Geld auf die hohe Kante

Das angesparte Vermögen der gesamten Bevölkerung wuchs innerhalb von zwölf Monaten um knapp 154 Mrd. Euro. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

HB BERLIN. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Montagabend in Berlin mit. Das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte erhöhte sich auf nunmehr 4,067 Billionen Euro. Die Sparquote - also der Anteil der Ersparnisse am verfügbaren Einkommen - stieg von 10,3 auf 10,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr legten die Bundesbürger 6 Mrd. Euro mehr zurück (plus 4 Prozent). Damit verfügte ein deutscher Durchschnittshaushalt im vergangenen Jahr über ein Geldvermögen von 104 000 Euro. Dem standen Verbindlichkeiten von 40 000 Euro gegenüber. Grundlage für die Studie, die anlässlich des bevorstehenden Weltspartags am 28. Oktober erstellt wurde, sind Angaben der Bundesbank.

Als wichtigen Grund für die höhere Sparneigung führte der BVR die anhaltende öffentliche Debatte über die Altersvorsorge an. Die meisten Bundesbürger seien heute davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente allein kein angemessenes Alterseinkommen mehr sichern werde.

Zugleich widersprach der Verband Sorgen, wonach in Deutschland zu viel gespart werde. Mit jetzt 10,5 Prozent sei die Sparquote immer noch niedriger als in den Jahren nach der Wiedervereinigung, heißt es in der Studie. Von 1991 bis 1995 habe sie im Durchschnitt bei 12,0 Prozent gelegen. Auch im Vergleich mit anderen Ländern sei die deutsche Sparquote nicht besonders hoch. Deshalb könne von "Angstsparen" keine Rede sein.

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