16 Milliarden Euro Rekord bei Vergütungen für Öko-Energien

Die Vergütungen für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Quellen sind 2011 deutlich gestiegen. Nach Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber kletterten sie auf eine unerwartet hohe Summe.
19 Kommentare
Die Sonne geht bei Tiefenthal (Pfalz) hinter Winträdern unter. Quelle: dpa

Die Sonne geht bei Tiefenthal (Pfalz) hinter Winträdern unter.

(Foto: dpa)

BerlinNach den am Dienstagabend veröffentlichten Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber summierten die Vergütungen für erneuerbare Energien sich auf 16,4 Milliarden Euro. Schätzungen waren von 14 Milliarden Euro ausgegangen. 2010 waren es 12,8 Milliarden Euro.

Mit 7,8 Milliarden Euro floss den Angaben zufolge 2011 annähernd die Hälfte des Geldes in die Photovoltaik, die an der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen jedoch nur einen Anteil von 21,2 Prozent hatte. Umgekehrt verhielt es sich mit der Windkraft an Land: Sie trug mit 49,4 Prozent knapp die Hälfte zur regenerativen Stromerzeugung bei. Es entfielen aber nur 4,2 Milliarden Euro der Vergütungen auf diese Erzeugungsart.

„Die Zahlen sind ein Alarmsignal“, sagte Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur, dem Handelsblatt. Das Fördersystem müsse grundsätzlich überdacht werden und sich stärker an energiewirtschaftlichen Erfordernissen orientieren, sagte er.

Startseite

19 Kommentare zu "16 Milliarden Euro: Vergütungen für erneuerbare Energien erreichen Rekordwert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn man mal sauber rechnet ist Strom aus AKWs (unabhängig davon ob sie abgeschrieben sind oder nicht) mit Abstand der teuerste. Allein die anfallenden Kosten für die sichere Lagerung des Atommülls für die nächsten 100 000 Jahre treiben den Preis in diese Höhen.

    Von den volkswirtschaftlichen Kosten einer möglichen Kernschmelze, wie sie zum Beispiel Japan gerade zu tragen hat, brauchen wir da ja noch gar nicht zu reden. Eine solche Kernschmelze ist zwar relativ unwahrscheinlich, aber in den letzten Jahrzehnten immerhin schon einige Male in kommerziellen Reaktoren (Three Mile Island, Tschernobyl, 3 Reaktoren in Fukushima) sowie Versuchsreaktoren und Wiederaufbereitungsanlagen aufgetreten.

    Interessant wäre an dieser Stelle, wenn das Handelsblatt mal eine umfassende Abschätzung der Kosten und des Nutzens machen würde. Bei Unternehmen wird ja auch nicht nur der Umsatz betrachtet sondern auch der Gewinn.

  • Der Jürgen und das Klima:

    http://www.youtube.com/watch?v=6a67l3qq9MQ

  • Was das Volk nicht schnallt, ist, dass es sich hierbei um sog. 'Stromgestehungskosten' handelt. Die Solarenergie kostet mit deren Fördersätzen das ca. 8fache, wie Strom aus bereits bezahlten und abgeschriebenen AKWs und immerhin noch rund das 5fache von Strom, wie Kohle & Gas. Die ganze Solarförderung hier in Deutschland ist eine einzige Riesensauerei, welche das Volk in die Vollverarmung führt. Durch die Ökoverblendung dieses ist jenes jedoch sowas von in die endlose Naivität geführt, dass es das gar nicht kapiert.

  • Irgendwie ist der Artikel langweilig.
    Die Vergütungen für erneuerbare Energien erreichen also einen Rekordwert. Ja, was denn sonst?? Da erneuerbare Energien gefördert werden und weitere Anlagen dazu kommen, die wieder gefördert werden, wird auch im nächsten Jahr ein Rekordwert erreicht werden.

    Es wird immer mehr Energie mit erneuerbaren Quellen erzeugt und somit steigt die aufaddierte Fördersumme. Ist doch logisch. Wo ist der Witz??

    Viel interessanter wäre es, den wirtschaftlichen Nutzen der erneuerbaren Energien ihren Kosten gegenüber zu setzen (CO2-Einsparung, geringere Entsorgungskosten, weniger Abhängigkeit von Öl-, Gas-, Uran- Lieferanten, Kostenreduzierung am Strommarkt usw.)

  • Herr Dürre..wenn Sie beim Solarmüll, z.B. CdTe, die gleichen Massstäbe anlegen würden wie beim Atommüll und nicht diesen ohne Aufsehen zu erträglichen Kosten in ehemaligen Salzbergwerke einlagern würden, dann wären die Probleme in der Tat ca. 1000 x grösser. Umgekehrt könnten die Atommüllrückstellungen der Versorger grösstenteils aufgelöst und als Gewinn ausgeschüttet werden.

    Wenn Sie eine Solaranlage zu Gesamtkosten von 1200 kW/peak bauen können, 6% Zins, dann erhalten Sie bei 20 Jahren Abschreibungsdauer eine Annuität von 9%. Mit den Betriebskosten ergeben sich dann ca. 12c/kWh Kosten, Wert des Stroms 1c/kWh.

    Solaranlagen liefern gem. Prüfinstituten meist bereits zu Beginn ca. 5% weniger Strom als zugesagt. Die Leistung nimmt jährlich um 0,5% ab. Nach 20, spätestens 25 Jahren dürften die Anlagen so zerkratzt sein, dass Sie diesen Giftmüll entsorgen müssen. Welchen Wert die Aussagen der Hersteller gem. IEC61215, 1000h, haben vermag ich nicht zu beurteilen.

    Die Stromerzeuger haben, sofern Oekostrom nutzbarer Strom wäre nur ein geringes Problem mit ein paar % Fremdeinspeisung. Grosse Unternehmen mit Eigenerzeugung speisen auch ein wenig ein. Das Problem liegt in der Zufälligkeit der Einspeisung die zu massiven Problemen angefangen von der kurzfristigen Netzstabilität führt.

    Die Speicherkosten von 10c/kWh für Bleibatterien ergeben sich lediglich bei kurzen Ladezyklen. Wenn Sie eine 2 - wöchige windstille Regenperiode überbrücken wollen liegen diese Kosten signifikant höher. Bei einem Wirkungsgrad von 75% 10c Speicherkosten und Solarstromkosten von 12c ergeben sich dann 26c/kWh Gesamtkosten. Strom lässt sich für ca. 2,5c/kWh in Braunkohlekraftwerken und sehr umweltfreundlich für ca. 1,5 - 2c/kWh in abgeschriebenen Kernkraftwerken herstellen.

    Vandale

  • 17 Cent Kosten für Photovoltaik - wie rechnen Sie das?

    Wenn überhaupt könnten das nur Kosten für Kleinstanlagen beim Endverbraucher sein. Der Privatmann wird seine Anlage aber nicht nach 20 Jahren vom Dach nehmen sondern sich ab Jahr 21 über Stromkosten von 1 Cent pro kWh freuen.
    Bei Anlagenpreisen von unter 1200 Euro / kWp (größer als Privathausklasse) wird die Eigenerzeugung von Strom aus PV selbst für den Mittelstand deutlich wirtschaftlich.

    Ich kann die Panik der E-Konzerne durchaus verstehen. Ein Tag mit 25,1% Erneuerbarer Energie im Netz ist z.B. im Handelsblatt bereits eine Selbstverständlichkeit.

    Mit einer gewöhnlichen Bleibatterie speichert man Strom schon heute für ca. 10 Cent die kWh.

    Und zum Thema giftige Platten, wovon reden Sie?
    Wie viele Photovoltaikplatten ergeben die Gefährlichkeit von sagen wir einem Fass Atom-Restmüll, wie es unter Krümmel steht?

    Benötigen wir vielleicht ein Gesetz, das Entsorgungskosten sozialisiert und damit ein ebenfalls staatlich bezahltes PV-Endlager?

  • Da bleibt nur Windenergie an Land, scheint ja das günstigste zu sein. Bauen sie die Meerkraftwerke, wird es noch teuer. Offshore ist 3x so teuer wie Landwind.

  • "Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC."

    Bill Gates


    --------------------------------------------------------------------------------

    "Niemand braucht zu Hause einen Computer."

    IBM zu Steven Jobs


    --------------------------------------------------------------------------------

    "Der Weltbedarf an Photokopierern liegt bei 50 Stück."

    Xerox

    Mit dem einem oder anderem Skeptiker sprechen wir uns in 20 Jahren wieder.....

  • @Vandale: Die eBox und Nano-Carbon-Folie sind bereits Realität. Sie sind der Faktor für günstige und optimale Nutzung von Ökoenergie.
    Extrem günstige und leichte Solarpanele (flexible, bedruckte Träger http://de.nanosolar.com ) in Kombination mit der eBox (günstige Energiespeicher-Zellen) und NCF ( http://nanoholdings.com ) bieten Anwendungsmöglichkeiten die bis jetzt undenkbar waren.

    Dennoch ist Ihre Antwort fast typisch wie neue Forschungsgebiete in Deutschland behandelt werden. Was man nicht kennt, wird nicht erforscht. Daher haben wir den internationalen Anschluss auf einigen Gebieten verpasst. Günstige erneuerbare Energien ist eins davon. Das werden wir in naher Zukunft teuer bezahlen, weil wir diese Technologien dann kaufen müssen.






  • Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Solarstrom auf diesem Planeten wirtschaftlich wird.

    Aktuell wird ein nahezu wertloser Zufallsstrom zu einem zig-fachem seines Wertes hergestellt. Der Wert des vermiedenen Brennstoffeinsatzes konventioneller Kraftwerke beträgt ca. 1 c/kWh, die Kosten des Solarstroms ca. 17c/kWh.

    Jede hinzukommende Solaranlage erhöht die Subventionslast der Gesellschaft.

    Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Versorger in 10-15 Jahren wenn die ersten Solaranlagen aus den Subventionsperioden kommen freiwillig Geld für Kleinmengen an Zufallsstrom bezahlen werden. Der Strom kann aufgrund des zeitlichen Anfalls nur sehr begrenzt im eigenen Haushalt genutzt werden. Die Besitzer werden den Giftmüll auf den Dächern entsorgen müssen.

    Vandale

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%