2,5 Millionen Arbeitslose
Berlin rechnet mit Job-Boom

Die Bundesregierung rechnet angesichts der Konjunkturentwicklung mit einem mehrjährigen Boom auf dem Arbeitsmarkt. 2015 sollen nur noch 2,5 Millionen Menschen arbeitslos sein, so die Prognose des Bundes.
  • 5

BerlinWie die „Bild“-Zeitung berichtet, erwartet die Bundesregierung in den kommenden vier Jahren ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um gut 400.000. Das gehe aus dem neuen Finanzplan des Bundes hervor. Demnach rechnet die Regierung für 2015 im Jahresdurchschnitt nur noch mit 2,5 Millionen Arbeitslosen. Das entspreche einer Quote von sechs Prozent.

Für 2011 erwartet die Bundesregierung im Durchschnitt 2,92 Millionen Erwerbslose. Angesichts der positiven Entwicklung soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) ab kommendem Jahr kein Darlehen des Bundes mehr erhalten, heißt es im Finanzplan.

Für dieses Jahr erwarte die Bundesregierung im Durchschnitt 2,92 Millionen Erwerbslose.

Die Regierung erwarte zudem, dass die Löhne der Arbeitnehmer bis 2015 jährlich um durchschnittlich 2,5 Prozent steigen. Die Vermögen und Gewinne der Unternehmen könnten sogar im Durchschnitt um 4,5 Prozent zulegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " 2,5 Millionen Arbeitslose: Berlin rechnet mit Job-Boom"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • da fehlt die Zwischenstufe;
    Berlin, 2013, SPD und Gruene verlagern deutsche Industrieanlagen in die sozalistischen Bruederlaender Suedeuropas um die dortige Jugendarbeitslosigkeit zu beseitigen.

  • Berlin, Herbst 1944: Berlin rechnet mit dem Endsieg.

    Berlin, 1991: Berlin rechnet mit Blühenden Landschaften in ganz Ostdeutschland.

    Berlin, 2011: Berlin rechnet mit Vollbeschäftigung und einem starken Europa für die Zukunft.

    Berlin, 2015: Berlin rechnet nicht mehr, sondern ist Bankrott.

  • Leider steht einem Jobboom die Bundesregierung, Gesetzgebung und Bürokratie selbst entgegen. Beispiel: Als ehemaliger Diplomat und Wirtschaftsexperte habe ich nach frühzeitiger Kündigung u.a. als Freelancer für internationale Wirtschaftsfragen Geld verdient.

    Nun beantragte ich "vorgezogene Altersrente", da ich meinen Analysen mehr traue, als dem Finanzsystem oder Rentenversprechen. Der "Haken": ich darf bis zum 65. zu 750 Euro Rente höchstens 400 Euro monatlich hinzuverdienen (was durch Mieteinnahmen bereits abgedeckelt ist), d.h. soll bis 65 warten, um dann umso heftiger wieder zu arbeiten. Es ist nicht vorgesehen, dass auch gut verdienende Menschen aus diversen Gründen geringe Renten haben könnten.

    Antwort aus dem Bundestag: "man kann nicht alle Einzelfälle abdecken". Nein, kann man nicht, doch zeigt dies, wenn man jede Lebensvariante durch Gesetze regelt, man mehr Probleme schaft, als löst. Nur schade, dass es keine liberale Partei mehr gibt, die dies ändern kann oder will. Als Ersatz werden auch wir irgendwann ein Polit-Proletariat à la Tea Party bekommen.

    Einzelfälle? Mein Geschäftspartner in Asien, dem (wie mir) durch EU-Sanktionen das jeweilige Geschäftsfeld ruiniert wurde) hat die Konsequenzen gezogen und lebt nun von Hartz IV, ebenso ein ehem. Universitätsprofessor, den man an die "Leine" legte.

    Fazit: Weniger Perfektionismus, Regelungen, widersprüchliche Gesetze und Bürokratie für Deutschland, dann gäbe es den Job-Boom automatisch. Eine weitere Welt-Finanzkrise - an der halbwissende Politiker nachhaltig und vielleicht erfolgreich arbeiten - und der Artikel über einen Job-Boom 2015 erübrigt sich.

    Ich darf bis 2013 keine weiteren Artikel veröffentlichen, da mir dann die Rente gekürzt würde. Tragisch für meine alten Leser, denn die ich hatte im Herbst 2007 (!) vor dem Risiko einer weltweiten Finanzkrise gewarnt - noch vor George Soros. Zumindest kann der unsere Regierung im Handelsblatt (wahrscheinlich berechtigt) kritisieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%