2,946 Millionen ohne Job

Sommerflaute lässt Arbeitslosenzahl leicht steigen

Die Sommerflaute macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im August ist die Zahl der Menschen in Deutschland ohne Job auf 2,946 Millionen gestiegen. Trotzdem sieht BA-Chef Jürgen Weise einen stabilen Arbeitsmarkt.
Update: 29.08.2013 - 12:04 Uhr 11 Kommentare
Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,5 Prozent. Quelle: dapd

Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,5 Prozent.

(Foto: dapd)

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August etwas stärker gestiegen, als von Experten erwartet. Die Zahl nahm im Vergleich zum Vormonat um 32.000 auf 2,946 Millionen zu – das sind zugleich 41 000 mehr als vor einem Jahr. „Insgesamt entwickelt sich der deutsche Arbeitsmarkt stabil“, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Donnerstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote bleibt im Vergleich zum Juli unverändert bei 6,8 Prozent. Auch im Vorjahreszeitraum hatte sie bei diesem Wert gelegen.

Die leichte Konjunkturbelebung im Frühsommer reicht nach Einschätzung Weises nicht für einen Jobaufschwung aus. „Wir sehen, dass die wirtschaftliche Lage den Arbeitsmarkt unterstützt, aber nicht in dem Maße, wie wir das erwartet haben“, sagte er. Dennoch rechnet er weiterhin mit einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit im Jahr 2013 von unter drei Millionen.

„Trotzdem hatten wir eine noch bessere Entwicklung erwartet.“ Die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr 2013 werde zwar besser - „besser heißt aber nicht dynamisch“, sagte der BA-Chef.

Im August waren 445.000 offene Arbeitsstellen bei der Bundesagentur gemeldet, das waren 49.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind nach BA-Angaben derzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit.

Von Oktober 2012 bis August 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 485.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das sind 12.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der bislang abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt nach aktuellen Daten der Kammern unter dem Vorjahresniveau. Damit könnte die Ausbildungsmarktbilanz im September etwas schwächer ausfallen als im vergangenen Jahr, fürchten die BA-Experten.

  • dpa
  • rtr
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11 Kommentare zu "2,946 Millionen ohne Job: Sommerflaute lässt Arbeitslosenzahl leicht steigen"

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  • 31.8.13 Konsum fällt, Arbeitslosenzahl steigt: Am Konjunkturhimmel kommt der Zeitpunkt, da haben alle investiert oder gekauft, die kaufen wollten, mussten, durften. Niemand ist mehr da, der investieren oder kaufen will. Sparbücher sind abgeräumt. Die Volkswirtschaft ist in einem überkauften Zustand. So kann man im Raubeinkapitalismus überspitzt die "Sättigung" umschreiben, die zwangsläufig zu steigenden Arbeitslosenzahlen führen. Ein zyklischer Vorgang, der sich mittelfristig im Zyklenrad der Konjunktur wiederholt. An den Märkten kann sich der Umschwung weich gestalten oder im Crash urplötzlich austoben. Börsen marschieren oft voran. Warten wir, wann und wie sich ein Umschwung Gehör verschafft. Arbeitslosenzahlen sind ein Signal. Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschborn, Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschborn

  • Henry:
    Leider will die Zahlen keiner sehen und hören! Warum werden sie nicht in den wichtigen Nachrichten gebracht? Dann sähe das Wahlverhalten in Deutschland für die Blockparteien noch schlechter aus! Darum wähle ich alternatv!!!

  • Energielite:
    3 Millionen Arbeitslose! 2 Millionen in Maßnahmen ohne Arbeit! 10 Millionen Niedriglöhner ohne auskommenden Rentenaufbau!!! Das ist das Ergebnis der Blockparteien. Weg mit diesen Schwindlern. Alternativ wählen! Ich bin dabei.

  • Keine guten Nachrichten für die programmlose Merkel-Regierung! Politiker werden schnell von der Realität eingeholt. Weg mit den versagenden Blockparteien. Wir brauchen das neue Regulativ AfD dringender denn je. Rechtsbrüche und Einheitsbrei der Blockparteien gehören abgestraft. AfD wählen!

  • Und ab September/Oktobr ist es dann die Herbstflaute

  • Wir schreiben eine Arbeitslosenzahl von 2, irgendwas Mio.
    Schröder und Trittin hatten 5,.. Mio zu verantworten !!!

    Also bleiben mal schön auf dem Teppich ....

  • Die 4 größten Feinde der DDR-Wirtschaft waren Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Es scheint so, als würde das auch auf unsere bereits erheblich geschönte Arbeitslosen-Entwicklung zutreffen.

  • Leute seit ganz entspannt,
    bis zu den DDR-Wirtschaftsverhältnissen haben wir noch etwas Spielraum.

    Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland 41,782 Mill. Erwerbstätige. Jeder 4. verdient unter 9,54 €. 41,783 Mill. : 4 = 10,445 Mill. Menschen mit weniger als 9,54 € Einkommen.

    Hinzu kommen 2,914 Mill. Erwerbslose Menschen mit noch weniger Einkommen als 9,54 €.

    Von 18,7 Mill. Rentner haben 9,35 Mill. (jeder 2.) weniger als 700,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 6,80 €.

    Von 18,7 Mill. Rentner haben 6,23 Mill. (jeder 3.) weniger als 500,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 4,90 €.

    Rechnen wir zusammen:

    10,445 Mill. Menschen im Niedriglohnsektor unter 9,54 €.
    02,914 Mill. Erwerbslose unter 9,54 € (ca. 950,- € im Monat)
    09,350 Mill. Rentner unter 6,80 € (ca. 700,- € im Monat)
    06,230 Mill. Rentner unter 4,90 € (ca. 500,- € im Monat)

    Ergibt eine Summe von 28,939 Millionen Menschen, die den Binnenmarkt in Deutschland kaum unterstützen können und sich in Armut befinden. Rechnen wir die versteckte Arbeitslosenquote hinzu, geht der Wert noch weiter nach oben. Die 28,939 Mill. Menschen mit einem niedrigem Einkommen von weit unter 9,54 € (ca. 950,- € im Monat) zeigen wohin die Reise der deutschen Wirtschaft geht. Unternehmen werden reihenweise in die Insolvenz getrieben.

    Die Wirtschaftskraft in den Südländer wird zunehmend schwächer. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu beflügeln, müssen sofort nationale Währungen eingeführt werden. Der Hebel ist jetzt umzulegen, sonst fliegt uns das friedliche und soziale Europa um die Ohren.

  • Es kommen ja auch jedes Jahr fast 100 000 Tausend neue Arbeitslose aus anderen Ländern zu uns, die man Asylanten nennt, aber sie sind untätig und müssen vom Staat ernährt werden zu etwas weniger als Hartz IV Konditionen. Dann sind die 7-8 Millionen im Minderlohn-Bereich irgendwann ein Problem wenn sich nicht bewahrheitet das diese Jobs in gut
    bezahlte Vollzeitjobs umgeändert werden weil die Wirtschaft dringend Arbeitnehmer braucht.

    Deutschland geht es gut aber wenn man Obdachlose sieht, hat man auch das Gefühl es muss Ihnen gut gehen. einen Einkaufswagen mit mehr Klamotten drin als ich sie habe,einen Hund
    und immer was zu trinken. Dazu die echte Unabhängigkeit vom Staat und Gesellschaft.

    Aber Deutschland geht auf Messers Schneide immer die Gefahr ein Schwellenland Richtung Armut zu gehen.

    Sicher wären Steuererhöhungen solidarisch, aber mit ROT/GRÜN nein Danke. Wo das Geld versickert wissen alle.

    Wir brauchen eine neue Gesellschftsreform mit neuer Verfassung und wenn das 2 Jahre braucht.

  • Dafür das jedes Jahr wohl um die 200.000 Leute zusätzlich in Rente gehen, sind das schon ziemlich schlechte Zahlen.Die Arbeitslosigkeit müsste eindeutig sinken.

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