20 Jahre Deutsche Einheit
Feierlichkeiten von kritischen Tönen begleitet

Am Samstag begannen in Bremen und Berlin die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Besonders den Freiheitskämpfern wurde größte Anerkennung zuteil. Abseits der zentralen Feiern mischten sich jedoch auch kritische Worte unter die Aussagen. Und in Bremen ist die Polizei in höchster Alarmbereitschaft.
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HB BERLIN. Zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit haben Politiker die Wiedervereinigung parteiübergreifend als Erfolgsgeschichte gewürdigt, aber auch Probleme aufgezeigt. Führende Politiker der Union lobten das Erreichte und bezeichneten das Jubiläum als „Freudentag“. In mehreren Städten gab es Festakte. Die Linke mahnte dagegen zum Nachdenken und beklagte, die Einheit sei “weder vollendet noch gelungen“.

In Bremen und Berlin begannen am Samstag die Feiern zur Deutschen Einheit. In Bremen kamen mehrere zehntausend Menschen zum Bürgerfest. Bis Sonntagabend werden bei den zentralen Feierlichkeiten in der Hansestadt hunderttausende Menschen erwartet.

In Berliner Abgeordnetenhaus erinnerten Parlament und Senat an die Wiedervereinigung der Stadt. Der frühere Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck, sagte bei der Veranstaltung, der Mauerfall habe gezeigt: „Deutsche können Freiheit.“ Im bayerischen Coburg gab es einen gemeinsamen Festakt von Bayern, Thüringen und Sachsen.

Der frühere Innen- und heutige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, es sei ein „Wunder“, dass die Wiedervereinigung “friedlich, ohne, einen Tropfen Blut zu vergießen“ zustande gekommen sei. „So viel Glück haben wir in unserer Geschichte selten gehabt.“ Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete die Entwicklung als „Erfolgsgeschichte“. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sprach von einem „Tag der Freude und Dankbarkeit“. Der 3. Oktober 1990 gehöre „zu den glücklichsten Momenten der deutschen Geschichte, auf den wir wahrlich stolz sein können“. CSU-Chef Horst Seehofer sagte, die Wiedervereinigung sei „im Großen und Ganzen gelungen“. Es sei “sensationell“, dass es den Menschen geglückt sei, „die Mauer und die Unfreiheit aufzubrechen“.

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Kommentare zu " 20 Jahre Deutsche Einheit: Feierlichkeiten von kritischen Tönen begleitet"

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  • @Magrit Steer

    ich stimme ihnen völlig zu: wir im Westen sollten jetzt auch mal beschenkt werden,zum zwantzigsten Jubiläum des Dauerzahltages, ich hätte da auch schon ein paar Vorschläge:

    Wie wärs mit einmal 100 DM als Konsumgeschenk ? So wie damals , als die Ostdeutschen kurz nach der Einheit zum besuch von berlin 100 DM in die Hand für umme gedrückt wurden und somit ein vollkommen falsches bild geliefert wurde, was auf sie zukommen würde....oder ein weiteres Geschenk war damals der Umtausch der DDR Mark zur Deutschen MArk zu einem völlig unrealistischen Kurs 2: 1, dann 10: 1 soweit ich mich entsinnen kann. Das ERgebnis müssen wir immer noch bezahlen...was für ein Luxus..

    Oder noch viel besser: Wie wärs mit dem Abschaffung des Soli zum Jubiläum? Ja wann ist es denn endlich damit so weit...?blühende Landschaften sind ja ganz schön, dass muss ja aber nicht dazu führen, dass die blumen auf meinem eigenen balkon verdörren müssen....das wär dann ein bischen zuviel der Solidarität.

  • und gleich mal eine Frage vorweg: Was hat diesr barroso da zu suchen?
    Jetzt saklbadern wieder viele Politiker rum, und morgn haben sie ohnehin alles vergessen
    Der 3. Oktober ist von Anbeginn an ein Fest der Politiker. Die restliche Republik merkt vom Tag der dutschen Einheit gar nichts.
    Wetten, dass nciht mal unsere Gymnasiasten wissen warum morgen ein Feiertag ist?

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