2005 Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 5 Millionen befürchtet
FDP warnt Bundesregierung vor statistischer Schönfärberei

Ab 2005 wird parallel zur deutschen Arbeitslosenstatistik auch die der internationalen Arbeitsorganisation eingeführt. Die FDP warnt die Bundesregierung, durch die neue Statistik die Arbeitslosenzahlen zu verschleiern.

HB BERLIN. Die FDP hat die Regierung vor Schönfärberei bei den Arbeitslosenzahlen gewarnt. 2005 wird laut Beschluss des Kabinetts parallel zur deutschen Arbeitsmarktstatistik die der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingeführt.



„Die ILO-Statistik sagt: Wer eine Stunde arbeitet, ist nicht mehr arbeitslos“, sagte der FDP- Arbeitsmarktexperte Dirk Niebel der dpa. Es sei zu befürchten, dass bald nur noch die ILO-Statistik benutzt wird.

Bislang gilt man - statistisch gesehen - erst bei 15 Wochenarbeitsstunden als nicht mehr arbeitslos. Niebel verwies darauf, dass 2005 bis zu 400 000 erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger in die Arbeitslosenstatistik aufgenommen würden. „Dann kratzt man relativ nah an der 5-Millionen-Arbeitslosen-Grenze“, sagte Niebel. „Wenn dann durch statistische Veränderungen auf anderer Ebene dafür gesorgt werden kann, dass diese Zahlen wieder runter gehen, ist das politisch durchaus gewünscht.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%