2008
Beck stellt deutliche Rentenerhöhung in Aussicht

Der Aufschwung soll nun auch bei Deutschlands Ruheständlern ankommen Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck geht für das 2008 von einer deutlichen Rentenerhöhung aus.

HB LEIPZIG. Die Politik müsse dafür sorgen, „dass die Rentner und auch die Bezieher staatlicher Leistungen angemessen teilhaben können“, sagte Beck der „Leipziger Volkszeitung“. „Experten sehen im kommenden Jahr gute Aussichten, dass die Renten wegen der anziehenden Lohnentwicklung spürbar steigen.“

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident verlangte von der Koalition gezielte Maßnahmen, damit der wirtschaftliche Aufschwung auch beim Einzelnen ankommt. Dazu könne auch eine außerordentliche Anpassung der Bedarfssätze nach Hartz IV an höhere Lebenshaltungskosten gehören. Mit Blick auf die laufende Debatte signalisierte Beck Handlungswillen: „Das Ministerium für Arbeit prüft das derzeit. Wenn sich dabei zeigt, dass beispielsweise Preissteigerungen bei Lebensmitteln eine Regelsatz-Anpassung außer der Reihe notwendig machen, dann werden wir von der SPD die ersten sein, die das im Blick haben.“ Aber grundsätzlich sollte die Regelsatz-Anpassung bei Hartz IV an die Rentenentwicklung angekoppelt bleiben.

Der Aufschwung wird nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nächstes Jahr auch bei Rentnern und Langzeitarbeitslosen ankommen - allerdings in abgeschwächter Form. „Bei der Rentenerhöhung 2008 gehen wir von 1,5 Prozent mehr aus“, sagte IfW-Steuerexperte Alfred Boss der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Da das Arbeitslosengeld II an die Entwicklung der Renten gekoppelt ist, würden auch die Hartz-IV-Regelsätze entsprechend steigen.

In diesem Jahr mussten sich die Ruheständler nach drei Nullrunden in Folge mit einer Steigerung um gut 0,5 Prozent begnügen. Die Erwartung beruht auf der derzeit günstigen Entwicklung bei Einkommen und Beschäftigung.

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