30 Prozent
SPD im Umfragehoch

Der Wahlsieg in NRW verleiht der SPD im Bund Rückenwind: Die Sozialdemokarten legen in Umfragen auf 30 Prozent zu – und nähern sich der Union. Auch in der K-Frage kristallisiert sich ein Favorit heraus.
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BerlinNach dem Wahlsieg in NRW können sich die Sozialdemokraten auch im Bund zunehmend in der Gunst der Wähler sonnen. In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-"DeutschlandTrends" legte die SPD gegenüber dem Vormonat um zwei Punkte zu und erreichte 30 Prozent, wie der Westdeutsche Rundfunk am Mittwoch in Köln mitteilte.

Die Union kam unverändert auf 34 Prozent. Die FDP legte um einen Punkt auf fünf Prozent zu. Die Grünen verloren einen Punkt und kamen auf 13 Prozent. Die Linke büßte einen Punkt auf fünf Prozent ein - ihr schlechtester Wert seit Juni 2005. Die Piraten verloren zwei Punkte und erreichten neun Prozent.

Für die Sonntagsfrage - "Was würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?" - hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" 1.501 Wahlberechtigte befragt.

Bei der Liste der Parteipolitiker belegt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den ersten Platz. Mit seiner Arbeit sind 59 Prozent (minus eins) der Bundesbürger zufrieden. Auf Platz zwei folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel (minus drei) mit einem Zustimmungswert von 58 Prozent vor Verteidigungsminister Thomas de Maizière (alle CDU), mit dem unverändert 57 Prozent der Deutschen zufrieden sind.

Beliebter als alle Parteipolitiker ist Bundespräsident Joachim Gauck. Mit seiner Arbeit sind vier von fünf Deutschen (79 Prozent) zufrieden, das sind neun Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat der Umfrage zufolge derzeit die besten Chancen gegen Merkel. Wenn die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 44 Prozent für Merkel und 41 Prozent für Steinmeier entscheiden. Würde SPD-Chef Sigmar Gabriel gegen Merkel antreten, käme die Amtsinhaberin auf 55 Prozent, Gabriel nur auf 27 Prozent.

Im Falle einer Direktwahl zwischen Merkel und dem SPD-Politiker Peer Steinbrück würden sich 43 Prozent für Merkel und 39 Prozent für den EX-Finanzminister entscheiden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @DERRichter: genau diese Position vertrete ich auch. Die Situation ist zu schwierig, um das Volk nicht zu befragen. Ja, man hätte das schon längst tun sollen. Das gilt für alle Länder innerhalb der EU. Hierin sehe ich auch einen Grundfehler, was z.B. Griechenland betrifft. Eine wesentlich offenere Politik und vom Volk getragene Entscheidungen mit den hinzukommenden Konsequenzen, würden ein besseres Fundament bilden. Doch so bekommt man eine Masse, die nur noch Grund zum Misstrauen hat und weiss, dass es runter geht - ohne dass man Einfluss drauf hätte. Die beste Voraussetzung also, um Leute zu demotivieren, da Zweifel und Ratlosigkeit vorherrschen. Dies ist auch eines der Basisprobleme, warum es so nicht funktionieren kann. Der finanzielle Plan hat die Psychologie vollkommen ausgeklammert. Die Effekte auf Betroffene wurden so eingeschätzt, dass das Volk blöckt und tut, was einem gesagt wird. Wenn es sein muss,erhebt man die Keule in Form des drohenden Bankrotts. Doch das Volk blöckt nicht, sondern rennt verstört im Kreis und probiert zu flüchten, zu kämpfen, sich tot zu stellen. Da dies prekortikale Reaktionen sind, kann man nicht damit rechnen, dass vernünftig gehandelt wird.
    Eine Volksbefragung würde beinhalten, dass man den Griechen reinen Wein einschenkt, ihnen die Alternativen aufzeigt, Zeit zur Reflektion gibt und dann darüber abstimmt. Es stellt sich die Frage, ob man es aus Angst vor dem Volkszorn nicht tut, womit man sich die einzige Chance nimmt, um auf die bestmöglichste Art aus der Situation rauszukommen.

  • Man fragt sich tatsächlich ,ob denen ,die die SPD wählen würden , die jüngste Vergangenheit dieser Partei bekannt ist !
    Was hat die SPD (Rot/Grün) geleistet , was hat sie für die menschen getan ? Es sind hauptsächlich Aufmacher wie diese mit denen sich die SPD hervorgetan hat .

    Mit über 5,2 Millionen hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den höchsten Stand seit 1933, dem Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten erreicht.
    http://www.wsws.org/de/2005/mar2005/alos-m03.shtml

    Beim Sonderparteitag der Grünen stimmten am vergangenen Wochenende in Cottbus über 90 Prozent der 700 Delegierten für Schröders Agenda 2010. Damit stellten sich die Grünen eindeutig und geschlossen hinter den Kanzlerkurs und haben den Weg frei gemacht für den bisher größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik.
    http://www.wsws.org/de/2003/jun2003/grue-j20.shtml

    Von H4,Zeitarbeit,Rüstungsgeschäften und der Vetternwirtschaft bei den Grünen wollen wir gar nicht reden !

  • Ich glaube nicht, das man im deutschen Osten Christliche werte schätzt , man wird sie nicht mal kennen !!!

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