38-Prozent-Beteiligung
NRW-FDP drängt CDU zum WestLB-Ausstieg

Die nordrhein-westfälische FDP drückt beim Verkauf des WestLB-Landesanteils von 38 Prozent aufs Tempo. Dabei hatten die Christdemokraten noch vor wenigen Wochen den Eindruck zu erwecken versucht, es bestehe kein Grund zur Eile.

DÜSSELDORF. „Die Landesregierung sollte jetzt den Beschluss zum Verkauf fassen, damit wir noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen“, sagte FDP-Fraktionschef Gerhard Papke dem Handelsblatt. Der FDP-Politiker treibt damit den eigenen Koalitionspartner CDU an. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte noch im Januar betont, es gebe keinen Zeitplan für einen Verkauf des Minderheitsanteils an der Landesbank. Finanzminister Helmut Linssen (CDU) hatte gesagt: „Wir haben keine Eile. Mit der guten Perfomance der Bank steigt schließlich auch der Preis.“

Das Argument von Linssen, dass der Preis der Bank angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung noch weiter steigen könne und damit auch der Verkaufserlös für das Land, wollte Papke so nicht gelten lassen: „Prognosen sind bekanntlich immer schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft weisen. Wer weiß schon, wie das Börsenumfeld in einem Jahr aussieht?“, sagte Papke. Jetzt sei das konjunkturelle Umfeld günstig. Die Kassen möglicher Investoren seien prall gefüllt. Auch WestLB-Chef Thomas Fischer habe erst vor ein paar Tagen bestätigt, dass Interessenten schon an die Tür der Bank geklopft hätten, sagte Papke. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um ohne Druck mit potentiellen Investoren zu verhandeln“, sagte Papke.

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